Oper · Theater

Ottone


Georg Friedrich Händel: «Ottone, Rè di Germania» HWV 15
Dramma per musica in drei Akten, Libretto von Nicola Francesco Haym nach Benedetto Pallavicino
Uraufführung: London, King’s Theatre Haymarket, 1723
Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

«Ottone» war zu Lebzeiten Händels eine seiner erfolgreichsten und meistgespielten Opern. In London fand ein sensationelles Aufeinandertreffen von Händels Primadonnen Cuzzoni und Durastanti sowie dem Kastraten Senesino mit dem Star der Konkurrenz statt, dem unvergleichlichen Kastraten Farinelli. Senesino behielt die Titelrolle des Ottone, während Farinelli Ottones intriganten Widersacher Adelberto sang. Nicht nur zwei Kastratenlegenden prallten damit in «Ottone» aufeinander, sondern in Hinblick auf den Stoff der Oper auch die Kulturen des östlichen Byzanz und des westlichen Rom.

Händels Musik kümmert sich um die wahren Gefühle von Menschen. Deren Eifersüchte und Hoffnungen, Schmerz und Freuden hörbar zu machen, ist nun auch die Herausforderung für die Sängerinnen und Sänger im Innsbrucker Ensemble der Barockoper:Jung. Für die römischen Macht- und Liebesspiele wird der Aufführungsort, der Innenhof der Theologie, in eine Empfangshalle verwandelt, in der die Menschen mit ihren Gefühlen und ihren verschiedenen Lebensplanungen aufeinandertreffen, einander taxieren und absichtsvoll Verbindungen knüpfen.


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