Oper · Theater

Otello


Mit „Otello“, Giuseppe Verdis leidenschaftlicher Umsetzung von Shakespeares stürmischem Drama, stellt die Oper Burg Gars nach ihrem großen Erfolg im vergangenen Sommer wieder ein Meisterwerk des italienischen Komponisten in den Mittelpunkt der neuen Opernsaison.

Unter der Regie des britischen Shakespeare-Spezialisten Michael McCaffery ist auch 2016 wieder ein internationales, hochkarätiges Ensemble unter der musikalischen Leitung von Intendant Johannes Wildner von 15. Juli (Premiere) bis 6. August 2016 zu erleben. Unplugged – also ohne elektrische Verstärkung!

Dramma lirico in vier Akten

Musik von Guiseppe Verdi (1813 – 1901)
Libretto von Arrigo Boito (1842 – 1918)
Literarische Vorlage von William Shakespeare: „Othello, The moor of Venice“

In italienischer Sprache
Mit deutschen Übertiteln

OTELLO, ein Mohr, Befehlshaber der venezianischen Flotte (Tenor) 
- MICHAEL BABA
JAGO, Fähnrich (Bariton) 
- MICHAEL KRAUS/ATILLA MOKUS (4.8.)
CASSIO, Hauptmann (Tenor) - OSCAR MARIN
RODRIGO, ein edler Venezianer (Tenor) - BENEDIKT KOBEL
LODOVICO, Gesandter der Republik Venedig (Bass) 
- BERN HOFMANN
MONTANO, Vorgänger Othellos als Gouverneur von Zypern (Bass) 
- N.N.
Ein HEROLD (Bass) 
- ATTILA MOKUS/KLEMEN GORENSEK
DESDEMONA, Othellos Gemahlin (Sopran) 
- ALEXANDRA REINPRECHT
EMILIA, Jagos Gattin (Mezzo-Sopran) - ANNA AGATHONOS

CHOR 

Soldaten und Seeleute der Republik Venedig, Edeldamen und venezianische Nobili, 
Zyprioten beiderlei Geschlechts, griechische, dalmatinische und albanesische Krieger, 
ein Schenkwirt mit vier Gehilfen, Volk usw.- CHOR DER OPER BURG GARS.

Mit keinem anderen Dichter setzte sich Giuseppe Verdi so intensiv auseinander wie mit William Shakespeare – fast 50 Jahre. Was ihn an dem englischen Dramatiker faszinierte, war das Ausloten der menschlichen Seele. Das Libretto von Verdis Oper „Otello“, geschrieben von Arrigo Boito, basiert auf William Shakespeares Drama „Othello, The moor of Venice“ und handelt vom Feldherren Othello, der aus Eifersucht seine Geliebte Desdemona und sich selbst tötet. In seinem Kern macht Verdis „Otello“ zwei zerstörerische Emotionen sichtbar: Eifersucht und Neid.

In diese Fallstricke der menschlichen Seele verfangen sich drei Außenseiter der Venezianischen Gesellschaft: Otello - der als Fremder eine exponierte Stellung zu verteidigen hat, Desdemona - die sich eigenwillig gegen tradierte gesellschaftliche Regeln wendet, Jago - dem jedes Mittel recht ist, um zum begehrten Ansehen zu kommen. In dieser Welt voller Selbstzweifel, Begierden und Verletzbarkeiten sind sich die drei Protagonisten bis zum tödlichen Ende ausgeliefert. Den unaufhaltsamen Sog ins Verderben vollzieht Verdis Musik bis ins Kleinste nach. Gerade sie offenbart die Abgründe egoistischen Denkens, die Abhängigkeit des Individuums von Anerkennung und seine Angst vor Einsamkeit und Tod.


Vergangene Termine