Vortrag

Oswald Wiener: Sinn ist ein Behelf, den Mangel an formaler Kapazität auszugleichen


Anschließend Gespräch mit Thomas Raab.

»How can you possibly explain the vivid visual scene you see before you in terms of the firing of neurons?« — Ist Leibnizens Mühlenbeispiel heute noch brauchbar? Wissen wir genug von dem, was wir mit „Erleben“ meinen? — Die Naivität unserer Vorstellungen von den kognitiven Funktionen der Nerven — Die Naivität unserer Vorstellungen von unserem
Vorstellen — Wie kann ein physisches System einen Gegenstand haben? — Kann formale Kapazität das Vorstellen ersetzen? Wann wäre ein Formalismus als Beschreibung des Gehirns dem Beschriebenen funktional äquivalent? (Oswald Wiener)

Oswald Wiener, geboren 1935 in Wien, lebt in der Südoststeiermark. Mitglied der „Wiener Gruppe“, 1968 verurteilt zu sechs Monate Haft wegen der Aktion „Kunst und Revolution“ an der Uni Wien. Flucht nach Berlin, Gastwirt im „Exil“, Übersiedlung nach Kanada. 1992-2004 Professur für Poetik und künstlerische Ästhetik an der Kunstakademie Düsseldorf. Bücher (u.a.): die verbesserung von mitteleuropa, roman (1969), zuletzt: Selbstbeobachtung (Suhrkamp 2015).

In Kooperation mit Elevate Festival

Eintrittspreise (wenn nicht anders angegeben): € 6,- Vollpreis bzw. € 4,- ermäßigt. Karten erhalten Sie ausschließlich an der Abendkassa. Kartenreservierungen sind unter www.literaturhaus-graz.at bei der jeweiligen Veranstaltung möglich. Reservierte Karten sind spätestens bis 25 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkassa abzuholen.


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