Alte Musik · Klassik

Osterfestival Psalm 2014


Die Wechselwirkungen zwischen Kultur und Landwirtschaft, zwischen Fruchtbarkeit und Kunst, stehen heuer im Zentrum des Festivals Psalm,

Was ist eigentlich Kultur? Im ursprünglichen Sinne meint das Wort nichts anderes als: Ackerbau. Und es ist eigentlich kein Wunder, dass der lateinische Begriff aus der Landwirtschaft inzwischen für alle menschlichen Gestaltungskräfte steht. Denn der Anbau und die Zucht von Pflanzen ist eine der frühesten menschlichen Großtaten und steht am Beginn der Entwicklung unserer Hochkulturen. Kaum etwas scheint von dieser engen Durchdringung von Landbau und Kultur heute noch bewusst, doch schaut man nur ein wenig genauer hin, entdeckt man die Früchte des Bodens als Keimzelle von vielen großen Kunstwerken.

Die Wechselwirkungen zwischen Kultur und Landwirtschaft, zwischen Fruchtbarkeit und Kunst, stehen heuer im Zentrum des Festivals PSALM. Und das auch aus ganz aktuellem Anlass: Seit einiger Zeit wird in der Europäischen Union um die Fragen des Reichtums an biologischen Arten im Anbau gerungen. Die Artenvielfalt, die aus einem jahrhundertelangen kulturellen Prozess der Züchtung und Veränderung hervorgegangen ist, wird heute durch die Versuche von Normierung und Patentierung bedroht. Auch vor diesem Hintergrund lohnt es sich, einmal mit dem Kunstblick in unsere Obst- und Gemüsegärten zu schauen. Und siehe da: Viele Früchte, die wir heute als heimische Naturprodukte begreifen, sind in Wirklichkeit Folgen menschlicher Kultur- und Reisetätigkeit. Ob Kürbis oder Kartoffel, ob Tomate oder Apfel – alle haben einen beträchtlichen Migrationshintergrund, sind heimisch gewordene Gäste aus den entlegensten Orten des Planeten.

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