Klassik

Orphne


ORPHNE

Im heurigen Frühlingsprogramm des Kulturzentrums werden die Beziehungen zwischen Musik und Sprache in vielerlei Hinsicht durchleuchtet: kurz vor den tagen neuer musik graz, die sich speziell diesem Thema widmen, geht es ums Ganze – den Orpheusmythos, der in der abendländischen Kunstgeschichte den Gesang im allgemeinsten Sinne durchwebt. In Bruno Strobls ORPHNE verbinden die Klänge der brillianten Violinistin Annelie Gahl die Epochen und Kulturen des Textes von Ferdinand Schmatz. Wir erwarten auch mit Spannung eine Einführung von Harald Haslmayr (Institut für Musikästhetik der KUG), der mit Fug als ausgewiesener Kenner des Orpheus-Mythos gelten darf.

Daniel Mayer

ORPHNE nimmt den Orpheus-Mythos kulturgeschichtlich, poetisch und kompositorisch an die Spiel-Hand; angestoßen wurde das Projekt durch den neuen Text von Ferdinand Schmatz „das gehörte feuer. orphischen Skizzen“ (Haymon Verlag 2016), der in immer neuen Bewegungen an und über (Sprach-)Grenzen geht. Ferdinand Schmatz spürt drei Künstlergestalten des 20. Jahrhunderts nach: Pier Paolo Pasolini, Marilyn Monroe sowie dem Opernsänger Joseph Schmidt, einem der ersten Rundfunkstars in Österreich. Auf der Folie des Orpheus-Mythos tastet er sich an die drei Figuren heran, durchkämmt ihre Biographien, ihre gesellschaftlichen Rollen, ihr Selbstverständnis, ein Zwischen, ein Zwielicht generierend, das den (vergeblichen) Versuch, durch Kunst den Tod zu überwinden, poetisch konstelliert.

Birgit Pölzl

Annelie Gahl – Violine
Ferdinand Schmatz – Text, Sprecher
Bruno Strobl – Komposition
Davide Gagliardi – Technik
Harald Haslmayr – Einführung


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