Operette

Orpheus in der Unterwelt


Schon lange kriselt es in der Ehe von Orpheus und Eurydike. Als sich einer ihrer Liebhaber als Höllen-Gott Pluto entpuppt und sie in sein Reich entführt, löst das bei Orpheus einen Freudentaumel aus.

Aber die Öffentliche Meinung zwingt ihn, den äußeren Schein zu wahren. Er soll die verlorene Gattin vom Göttervater Jupiter zurückverlangen. Weil Pluto alles leugnet, beschließen die Göttinnen und Götter, die Unterwelt selbst zu inspizieren. Dort beginnt Jupiter in Gestalt einer Fliege ein Verhältnis mit der sexuell vernachlässigten Eurydike. Doch wieder greift die Öffentliche Meinung ein: Eurydike muss Orpheus folgen – dieser darf sich beim Verlassen der Unterwelt aber nicht nach ihr umdrehen! Sowohl Jupiter als auch Pluto versuchen, den Triumph der Öffentlichen Meinung zu verhindern ...

Die gesellschaftliche Brisanz der 1858 uraufgeführten Operette verstanden auch die Spitzen und Stützen des Zweiten Kaiserreichs. Unter dem kaum verhüllenden Deckmantel der griechischen Mythologie erkannten sie die giftigen Seitenhiebe auf die Pariser Zustände und Sitten. Zumindest Kaiser Napoleon III. nahm Offenbach die Anspielungen nicht übel. Bei einem Besuch im Theater applaudierte er ausgelassen. Die Begeisterung des Publikums blieb über die vielen Jahrzehnte bestehen. Heute ist »Orpheus in der Unterwelt« ein Klassiker des Operetten Repertoires.

Eugene Amesmann - Orpheus, Musiklehrer
Anna Voshege - Eurydice, Gattin des Orpheus
Renee Schüttengruber - Öffentliche Meinung
Marco di Sapia - Pluto/Aristeus
Robert Kolar - Hans Styx, Diener Merkurs und Merkur, Götterbote
Georg Lehner - Jupiter, oberster Gott
Rita Lucia Schneider - Juno, Jupiters Frau, oberste Göttin
Elena Suvorova - Juno, Jupiters Frau, oberste Göttin
Frauke Schäfer - Venus, Göttin der Liebe
Christiane Marie Riedl - Diana, Göttin der Jagdt
Nataliya Stepanyak - Minerva, Göttin der Weisheit
Josef Krenmair - Bacchus, Gott des Weines
Sébastien Parotte - Mars, Gott des Krieges
Katrin Fuchs - Cupido, Liebesgott


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