Theater

Orpheus in der Unterwelt


ORPHEUS IN DER UNTERWELT
von Jacques Offenbach

Das Operettentheater Salzburg konnte 2013 mit der Produktion Orpheus in der Unterwelt
wieder einen Publikumshit landen. Offenbachs blühende Melodik und sein überschäumender,
frivoler Witz fanden ihre Entsprechung in einem farbenfreudigen Spektakel: ein mit ironischen Anspielungen gestaltetes, abwechslungsreiches Bühnenbild, eine Fülle prächtiger
Kostüme, ein hochmotiviertes Orchester und eine Inszenierung, die keinen Augenblick Langeweile aufkommen lässt.

Wie wir von Offenbach erfahren, steht es mit der Liebe von Orpheus und Eurydike längst nicht so gut, wie uns der antike Mythos glauben macht: sie hat sich in einen hübschen Schäfer verguckt und er schwärmt für eine seiner Schülerinnen, ist er doch der respektable Direktor des örtlichen Konservatoriums. Und genau deswegen kommt eine Scheidung auch überhaupt
nicht in Frage! Was würde die öffentliche Meinung dazu sagen? Also würde es mit dieser Ehe
weitergehen wie mit so vielen anderen, würde sich nicht der Schäfer als Gott der Unterwelt
entpuppen, der für ein schnelles Ableben Eurydikes sorgt, um sie in sein Reich zu holen. Orpheus wäre damit auch überaus zufrieden, würde sich nicht die öffentliche Meinung einmischen, und so macht er sich auf den Weg in den Olymp, um die Gattin zurückzufordern. Doch auch dort geht alles drunter und drüber: die Götter sind gelangweilt und planen den Aufstand, und Juno hat die ewigen amourösen Eskapaden ihres Göttergatten satt. Da kommt Jupiter die Ablenkung durch Orpheus durchaus gelegen und nicht ganz ohne Hintergedanken
macht sich Jupiter auf den Weg in die Unterwelt, begleitet von allen Göttern. Und dort bricht
dann im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los…

Operette in zwei Akten von Hector Crémieux und Ludovic Halevy

Operettentheater Salzburg

Regie: LUCIA MESCHWITZ
Musikalische Leitung: CHRISTIAN POLLACK, DIMITAR PANOV


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