Klassik

Orgelfestival I: Königliches Familientreffen


Der erste Abend des dreiteiligen Orgelfestivals widmet sich den Tasteninstrumenten – Orgel, Klavier & Cembalo.

Am ersten Abend des Orgelfestivals finden sich sämtliche Vertreter der Sippe der Tasteninstrumente im Großen Sendesaal ein: Gastgeberin ist die große Schuke-Orgel, eingeladen sind das Klavier und das Cembalo sowie das hauseigene Orgelpositiv. Elke Eckerstorfer und István Mátyás bringen alle Instrumente in sämtlichen Kombinationen zum Klingen.

Das musikalische Spektrum erstreckt sich dabei über mehrere Generationen: Noble Tanten aus dem italienischen Frühbarock treffen auf schmissige Cousins, die in Antonio Solers Concerto für Cembalo und Orgelpositiv aus ihrem spannenden Leben erzählen. Die Festrede hält Ludwig van Beethoven mit seinem ausladenden Adagio für die Flötenuhr.

Danach folgt die Reverenz an die Gastgeberin: Vier Hände und Füße breiten mit Gustav Merkels Orgelsonate in d-Moll romantische Klangflächen aus. Die farbenreichen Stücke von Sigfrid Karg-Elert bringen impressionistisches nordisches Flair ins Haus, das in der nächsten Generation vom belgischen Komponisten Flor Peeters wieder aufgenommen und für Orgel und Klavier umgesetzt wird.

Zu späterer Stunde besinnen sich die älteren Familienmitglieder auf die Tänze ihrer Jugend, der Wiener Komponist Wolfgang Sauseng liefert die Musik dazu mit seinen Estampies für Orgelpositiv und Cembalo – entstanden im Geburtsjahr der Gastgeberin: Die Orgel im Großen
Sendesaal wurde 1983 gebaut.

Moderation Teresa Vogl


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