Alte Musik · Oper · Klassik

Orfeo ed Euridice


Romeo Castellucci inszeniert Orpheus und Eurydike als Diptychon: bei den Wiener Festwochen Christoph Willibald Glucks 1762 entstandene italienische Fassung und an der Brüsseler Oper Hector Berlioz’ französische Fassung aus dem Jahr 1859.

Orpheus und Eurydike, einer der schönsten Mythen der Menschheitsgeschichte, stellt die existenziellen Fragen des Werdens, des Vergehens und der Hoffnung. Romeo Castellucci erzählt den antiken Mythos der Seelenwanderung durch das Schattenreich als allegorische Reise. Im entmystifizierten Bereich der Medizin befragt er den orphischen Gedanken auf seine Gegenwärtigkeit: Sind nicht vielleicht unsere Kliniken mit ihren Koma- und Intensivstationen das Tor zum Schattenreich?

Das Theater Romeo Castelluccis ist ein Theater der Wahrhaftigkeit, dessen suggestive Bilder sich immer wieder einem rationalen Zugang entziehen und tief ins Unterbewusste eindringen.
≫Das Theater ist nicht nur eine Form des Antagonismus, der zwischen zwei Personen auf der Bühne stattfindet. Das Theater findet zwischen der Bühne und dem Zuschauer statt. Die Kraft der griechischen Tragödie besteht nicht darin, eine tragische Geschichte zu zeigen; es ist der Blick, der alle Dinge als tragisch erscheinen lässt, der Blick, der selbst tragisch wird.≪

Musikalische Leitung Jérémie Rhorer
Inszenierung, Bühne und Kostüme Romeo Castellucci
Künstlerische Mitarbeit Silvia Costa
Dramaturgie Piersandra Di Matteo, Christian Longchamp

Orfeo Bejun Mehta
Euridice Christiane Karg, Karin Anna Giselbrecht
Amor ein Wiener Sängerknabe

Orchester B’Rock – Baroque Orchestra Ghent
Chor Arnold Schoenberg Chor


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