Klassik

ORF Radio-Symphonieorchester Wien


Monumentale Schlachtengemälde auf dem Konzertpodium: Tschaikowski feiert in seiner berühmten Ouverture solennelle „1812“ siebzig Jahre danach den Erfolg der russischen Armee über das Napoleonische Heer – mit Kirchenglocken, orthodoxem Gesang und Zarenhymne. Für Beethoven aber war es politische Gegenwart, als er in „Wellingtons Sieg“ mit Kanonendonner wie Gewehrfeuer Kampf und Triumph des britischen Heeres über Napoleons Streitmacht 1813 feierte, wodurch die französische Herrschaft in Spanien beendet war. Napoleon persönlich tritt dagegen als eine der zentralen Rollen in Prokofjews großer Opernversion von Tolstois epochalem Roman „Krieg und Frieden“ auf: Nach Hitlers Überfall auf die Sowjetunion nahm für Prokofjew der alte Plan Gestalt an, seinen Lieblingsroman auf die Opernbühne zu bringen. Zur gleichen Zeit, also während des Zweiten Weltkriegs, entstand auch das Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold, der sich vor den Nazis in die USA hatte retten können und in Hollywood als Filmmusikkomponist arbeitete.

Piotr I. Tschaikowski:
Festouvertüre 1812 op. 49

Erich Wolfgang Korngold:
Violinkonzert D-Dur op. 35

Sergej Prokofjew: Suite aus „Krieg und Frieden“

Ludwig van Beethoven:
Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria op. 91


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