Oper · Theater

Oreste


Theater an der Wien

1060 Wien, Linke Wienzeile 6

So., 15.11.2020

19:00
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Opernpasticcio in drei Akten (1734)

Musik von Georg Friedrich Händel
Libretto von Giovanni Gualberto Barlocci
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache.

Um der bedrohlichen Konkurrenz der Opera of the Nobility schnell Paroli bieten zu können, stellte Händel am von ihm und seiner Truppe neu bezogenen Convent Garden Theatre unter großem Zeitdruck das Pasticcio Oreste aus Teilen seiner eigenen Opern zusammen. Diese Pasticcio-Praxis war im Barock weit verbreitet. Inhaltlich an Euripides’ Drama Iphigenie bei den Tauren orientiert, machte Giovanni Gualberto Barloccis Libretto allerdings nicht Ifigenie, sondern ihren Bruder zum Titelhelden. Nach der Uraufführung 1734, der auch König Georg II. beiwohnte, kam es allerdings nur zu zwei Folgevorstellungen. Die Oper blieb zweieinhalb Jahrhunderte lang in Vergessenheit und wurde erst 1988 bei den Händelfestspielen in Halle wiederentdeckt.

Die musikalische Leitung dieser Wiederentdeckung übernimmt der junge russische Dirigent Maxim Emelyanychev. Die Titelpartie singt der auf Kastratenrollen spezialisierte argentinische Countertenor Franco Fagioli. Seine Gemahlin Ermione wird verkörpert von Julia Lezhneva, seine Schwester Ifigenia von Francesca Aspromonte. Weiters zu hören sind Krystian Adam als Pilade, Renato Dolcini als Toante und Francesca Ascioti als Filotete. Es musiziert das Barockensemble Il pomo d’oro.