Klassik

Orchester der Tiroler Festspiele Erl


LUDWIG VAN BEETHOVEN
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 (Pastorale)
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Orchester der Tiroler Festspiele Erl

"Übereinstimmung im Ausdruck und Empfinden der und in der Heiligenstädter Landschaft …“ – „Musik ist auch bei Beethoven (noch nicht) literarisch gemeint.“ – Bei der Recherche zu Texten zu Beethovens 6. Symphonie bleibt man nicht selten bei Bonmots hängen. Aber die sind schon die Essenz: „Empfinden – Ausdruck – nichtliterarische Musik“ – das ist wohl der einfache Schlüssel zu Beethovens 6. Symphonie und das Gegenteil zu dem, was der Untertitel der „Pastorale“ in unzähligen sinnbefreiten Interpretationen des Werkes hervorzurufen vermag.

Umso konsequenter, dass das Beethoven-Doppel zum Festspielabschluss mit seiner 7. Symphonie komplettiert wird. Auch hier dominiert ganz das Musikalische und eben nicht das Dramaturgisch-Literarische oder Außermusikalische das Geschehen. Einleitung und zweiter Satz der Siebten erreichen eine Perfektion im Ausdruck, die auch für Beethoven durchaus einzigartig ist. Letztlich vollkommen unerheblich ist, ob es eine erneute musikalische Auseinandersetzung mit Napoleon ist, oder inwieweit schon die Verzweiflung über die Taubheit in Beethoven tobte. Zum Abschluss der Festspiele, nach einem Sommer voll Belcanto-Idealen, Weltauslöschung und Wiedergeburt, Vorstadttheater-Initiationen und europäischer Kulturumarmung soll nun das Ideal des musikalischen Ausdrucks stehen. Die symphonische Synthese eines vielseitigen Festspielsommers.


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