Klassik

Orchester der Stadt Vöcklabruck



Ein musikalisches Märchen von Sergej Prokofjew

Diesmal präsentiert das Stadtorchester Vöcklabruck zwei Werke für kammermusikalische Besetzung: Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquintett in C-Dur, KV 515 und Ludwig van Beethovens Septett in Es-Dur, Opus 20.

Im Frühjahr 1787, nach den umjubelten Prager Aufführungen seines „Figaro“ und während der Arbeit am „Don Giovanni“, wandte sich Mozart der Kammermusikgattung des Streichquintettes zu, die damals einen wahren Boom erlebte. Auch scheint es, als wollte er dem Cello spielenden Preußenkönig imponieren, lässt doch der Eröffnungssatz des ersten Quintetts KV 515 das Violoncello besonders in Erscheinung treten. Das C-Dur-Quintett zeigt jedenfalls die geradezu überwältigende Fülle an Klangkombinationen, die Mozart dem Quintettsatz entlockte.

Beethovens vielfältiges kammermusikalisches Schaffen steht in seiner künstlerischen Bedeutung den Sinfonien keineswegs nach. Im Gegenteil, ein ganzes Leben lang hat sich Beethoven mit dieser Gattung beschäftigt, Blasinstrumente kommen dabei nur in den frühen Kammermusikwerken vor. Später hat sich Beethoven ganz auf die Streicher und auf das Klavier konzentriert.

Das Septett in Es-Dur gehört zu diesen frühen Werken. Stilistisch geht es auf die schon zu Mozarts Zeiten so beliebte, galante Unterhaltungsmusik zurück und begründete dadurch die Geschichte der Wiener Kammermusik in quasi-sinfonischer Besetzung.

Die Uraufführung erfolgte im Rahmen der ersten eigenen Akademie, die Beethoven 1800 im Wiener Burgtheater veranstaltete.