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Konzert

Longleash

Showtimes

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20:00 - 23:59
Porgy & Bess

Für „open music“ präsentiert Longleash ein speziell zusammengestelltes Programm exklusiv mit Werken von Komponistinnen – Komponistinnen unterschiedlicher Generationen wie auch unterschiedlicher Nationalitäten und Backgrounds.

Longleash mag manchem als CIA-Projekt in Zeiten des Kalten Krieges ein Begriff sein, als eine Operation mit der Zielsetzung, die amerikanische Avantgarde-Kunst in Europa zu verbreiten und damit das Image der USA als auch kulturell aufgeklärter, fortschrittlicher Staat – dies eben ganz im Gegensatz zu den Beschränkungen des sozialen Realismus – zu manifestieren.

Im vorliegenden Fall handelt es sich mit Longleash um ein 2013 in New York formiertes Klaviertrio, das angetreten war, mit innovativen Programmansätzen und künstlerischer Exzellenz Werke des 20., vor allem aber des 21. Jahrhunderts zu verbreiten.

Die an der renommierten Julliard School und Manhattan School of Music ausgebildeten Musiker konnten nicht zuletzt durch die Unterstützung der Columbia University und des Alice M. Ditson Fund for American music schnell eine Karriere aufbauen und konzertieren inzwischen auch außerhalb der USA. Longleash vergibt regelmäßig Kompositionsaufträge, erarbeitet immer wieder Programme mit Ur- und Erstaufführungen (so etwa von Younghi Pagh-Paan) und schätzt die enge Zusammenarbeit mit etablierten Komponisten wie Beat Furrer, aber auch der jüngeren Generation wie beispielsweise mit Chris Swithinbank oder Scott Wollschleger.

Pauline Oliveros, zentrale Persönlichkeit in der Entwicklung der experimentellen Musik in den USA, fehlt da ebenso wenig wie die als Komponistin und Lehrende hoch geschätzte Isabel Mundry aus Deutschland oder Liza Lim aus Australien. Aktuelle Stücke aus den letzten Jahren steuern nicht zuletzt Vertreterinnen der jüngeren Generationen aus Japan, Irland und den USA bei.
Wer abseits der Musik noch mehr über die Akteure wie auch Frauen in der Komposition erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, ein Gespräch mit Longleash vor dem Konzert zu besuchen (das Gespräch findet bei freiem Eintritt statt und wird vom Zentrum für Genderforschung an der Kunstuniversität Graz veranstaltet – open music dankt für die Kooperation!)