Film

Open-Air-Filmretrospektive Mauthausen 2014


Das Bundesministerium für Inneres realisiert auch heuer wieder eine Filmretrospektive, die vor dem Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen anspruchsvolle und kaum gespielte Filme zeigen wird.

Niemand kennt die Zahlen, niemand kann sich an die Gesichter von weit über einer Million ermordeter Kinder erinnern. Über die rassistischen Verbrechen an den Kindern, die Kaltblütigkeit der NS-Todesfabriken, ist viele Jahre geschwiegen worden, zu lange. Neugeborene, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche waren von der NS-Bürokratie von vornherein dem systematischen Morden überlassen. Daher werden wir für immer nur von wenigen die Namen wissen, manchmal nur von Überlebenden.

Filmemacher haben sich bereits sehr früh dem Schicksal der Kinder zugewendet. Die diesjährige Retrospektive zeigt Filme, die in verschiedenen europäischen Ländern produziert wurden und beispielhaft die Geschichten und Erfahrungen der verfolgten Kinder unter dem NS-Regime visualisieren. Gesichter und Stimmen konfrontieren uns mit der Frage, woran wir uns erinnern und was wir bereits vergessen haben. Zugleich geht es auch um die Situation der wenigen Kinder und Jugendlichen, die den NS-Terror überlebten und nach der Befreiung sehr oft um ihre Identität kämpfen, meist ohne zu wissen, ob noch Familienangehörige am Leben waren.


Die Filme werden durch einen kurzen Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Frank Stern eingeleitet.
Im Anschluss an die Filme gibt es die Möglichkeit für Fragen und Diskussion.

Die Filmreihe wird von Univ.-Prof. Dr. Frank Stern, Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, und von Mag. Stephan Matyus,Bundesministerium für Inneres, kuratiert.


Vergangene Termine