Vortrag · Literatur

Online-Lesung


Inhalt:
Alois Brunner trat seinen Dienst als Massenmörder im November 1938 in Wien an. Der 26-jährige Burgenländer wurde die rechte Hand von Adolf Eichmann in der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung", die die Deportation der Juden aus Österreich in die Vernichtungslager abwickelte. Noch Mitte der 80er-Jahre brüstete sich Brunner in einem Illustrierten-Interview damit, dass er Wien "judenrein" gemacht hat. Am Ende hat er europaweit 120.000 Juden in den Tod geschickt.
Nach dem Krieg tauchte Brunner unter. Erst in Deutschland, dann in Ägypten und schließlich in Syrien, wo er völlig unbehelligt bis 2004 leben konnte.
Esther Schapira und Georg M. Hafner waren über viele Jahre hinweg auf den Fersen dieses Massenmörders. Sie drehten einen preisgekrönten Dokumentarfilm über Alois Brunner und schrieben im Jahr 2000 ein Buch über die verbrecherische Karriere eines Mannes, der zu den meist gesuchten Nazi-Schergen gehörte.

ÜBER DIE AUTOREN
Esther Schapira ist seit 2013 Abteilungsleiterin Fernsehen, Politik und Gesellschaft beim HR-Fernsehen und Kommentatorin bei den ARD-Tagesthemen. Sie ist Autorin zahlreicher Fernseh-Dokumentationen, ausgezeichnet unter anderem mit dem RIAS-Fernsehpreis und dem Prix Europa. Schapira ist Trägerin des Theodor-Lessing-Preises sowie der Buber-Rosenzweig-Medaille. Sie ist Co-Autorin des Buches "Israel ist an allem Schuld" (2015).

Georg M. Hafner war leitender Fernsehredakteur bei der ARD und ist Autor zahlreicher Filmdokumentationen, zuletzt des Dokumentarfilms "München 1970 - Als der Terror zu uns kam". Für seine Filme erhielt er unter anderem den Grimme-Preis, den Bayerischen Fernsehpreis, den Prix Europa. Er ist Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille. Seit 2013 ist er freier Autor und Publizist in Frankfurt a.M. Zu seinen letzten Veröffentlichungen gehört zusammen mit Esther Schapira das Buch "Israel ist an allem Schuld" (2015).

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