Diverses · Kunstausstellung

Online-Festival: SOHO in Ottakring 2020


Das Kunstfestival SOHO in Ottakring 2020 wird aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen von 6. bis 20. Juni in einer Online-Version umgesetzt.

14 internationale Künstler_innen befassen sich in ihren Beiträgen mit dem Thema „WIE MEINEN ? Über Meinungsfreiheit und das Ringen um sie“. Drei Diskursveranstaltungen zum Thema komplettieren das Online-Programm.

Seit den immensen, auch demokratiepolitischen Auswirkungen und unabsehbaren Folgen durch COVID-19 erscheint es den SOHO-Kurator*innen umso dringlicher, mit dem Themen­schwerpunkt Wie meinen? Über Meinungsfreiheit und das Ringen um sie in Zusammen­hang mit den vielen offenen Fragen, die über den Zustand der Demokratie gestellt werden müssen, einen künst­lerischen und diskursiven Beitrag zu leisten.

Im Herbst 2019 hat das Kurator*innen-Team 14 Künstler_innen – einzeln oder im Kollektiv – eingeladen, themenbe­zogene Arbeiten in unterschiedlichen, spannenden Kontexten zu ent­wickeln und sie während des Festivals im Rahmen einer Ausstellung im Alten Kino und im Alten Museum des Sandleitenhofs zu zeigen.

Alternativ werden die Arbeiten nun in einem Online-Format präsentiert. Während des Festi­val­zeitraums wird auf der SOHO-Website täglich eine neue Arbeit von maximal 30 Minuten (jeweils bis 5. Juli) zu sehen sein.

Das Programm 2020

FESTIVALERÖFFNUNG
„Vokale Verwandlungen“ von/mit Construction Choir Collective (unter Leitung von Daniel Aschwanden, netzzeit, Nava Hemyari)
Video online am 6. Juni, 19 Uhr
Mit dem Eröffnungsvideo "Vokale Verwandlungen" des Construction Choir Collective soll der Blickwinkel auf öffentliche Räume verwandelt und somit auf das grundlegende Recht einer demokratischen Gesellschaft, die Stimme zu erheben, verwiesen werden.

„穴 Cave (dt. Höhle)*“ von Delphine Hsini Mae und Jia-ling Chung
Video, online ab 7. Juni, 17 Uhr
Die Videoarbeit beschreibt Lebensausdruck inmitten von Chaos und unausgesprochener Stille, wenn der Raum/ Körper alt und marginalisiert, vergessen oder vernachlässigt, ignoriert oder krank, physisch oder psychisch missbraucht ist.

„Artefakte. Von stummen Orten: Objekte des Widerstands“ von Martha-Cecilia Dietrich
Online-Ausstellung, online ab 8. Juni, 17 Uhr
Die Ausstellung „Von stummen Orten“ stellt Objekte und Geschichten von sieben Frauen, die seit mehreren Jahrzehnten Gefangene in Limas Hochsicherheitsgefängnis von Santa Monica sind, in den Vordergrund und setzt sich mit kritischen Konzepten wie Stimme, Sichtbarkeit und Widerstand auseinander.

„Die kurdische Alm und das Auge des Ethnographen. Dokumentation einer verleugneten Existenz“ von Mehmet Emir
Video, online ab 9. Juni, 17 Uhr
Die Präsentation, zusammengestellt vom Künstler Mehmet Emir, zeigt einzigartiges, noch unpubliziertes Foto- und Video-Material des Ethnologen Werner Finke über das Leben kurdischer Viehzüchter auf den Sommerweiden der ostanatolischen Bergwelt in den frühen 1970er Jahre.

„Das kommt von innen“ von Lena Rosa Händle
Foto-Film, online ab 10. Juni, 17 Uhr
Lena Rosa Händle verbindet in einer Video-Collage Assoziationsketten und Bedeutungsebenen zur aktuellen politischen Situation während der Coronapandemie mit Rosa Luxemburgs Tier- und Naturbeobachtungen.

„Care und Coexisting“ von Sophie Utikal
Online-Ausstellung, online ab 11. Juni, 17 Uhr
Sophie Utikal befasst sich in ihrem Video-Beitrag mit der Entwicklung von Strategien der Ermächtigung.

„Dance, Dance, Dance“ von Christina Werner
Performance-Video, online ab 12. Juni, 17 Uhr
Christina Werner zeigt in ihrer Videoperformance, wie Unvollkommenheiten, etwa kleine Abweichungen in den Bewegungen und im Zeitablauf der Tänzerinnen, zu Gesten des Widerstands werden.


Termine

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