Klassik

Omnia in Omnibus 2.0.


2015 feiert die Universität Wien ihr 650-jähriges Bestehen. Für diesen Anlass schuf der Komponist Karlheinz Essl eine multimediale Performance, die den seit der Gründung im Jahre 1365 verflossenen Zeitablauf sinnlich erfahrbar macht.

2015 feierte die Universität Wien ihr 650-jähriges Bestehen. Für diesen Anlass schuf der Komponist Karlheinz Essl eine multimediale Performance, die den seit der Gründung im Jahre 1365 verflossenen Zeitablauf sinnlich erfahrbar macht. Mit computergenerierten Klängen und einem in Echtzeit erzeugten Bilderstrom wird die wechselvolle Geschichte über die verschiedenen Jahrhunderte und Epochen heraufbeschworen und zu einem immersiven Gesamterlebnis gebündelt.

In dieser etwa einstündigen Live-Performance werden Klangauren aus acht Jahrhunderten raumgreifend in den Kleinen Festsaal der Universität Wien projiziert. Diese lösen sich wellenartig von einer Soundscape ab, die aus transformierten Umweltgeräuschen sowie Klängen des Wiener Stadtverkehrs besteht. Diese musikalische Zeitreise wird durch eine Videoprojektion von Simon Essl komplementiert.

Mithilfe spezieller Kompositionsalgorithmen, die Karlheinz Essl seit Mitte der 1980er Jahre entwickelt, werden aus vorgefundenen Klang- und Bildmaterialen neue Strukturen in Echtzeit synthetisiert. Diese gleichsam alchemistischen Transformationsprozesse lassen Bild und Ton zu einem alle Sinne erfassenden Gesamterlebnis verschmelzen, das vom Komponisten und dem Videokünstler während der Aufführung live gestaltet wird.

Am 22. Jänner um 18 Uhr wird dieses ganz besondere musikalische Ereignis nochmals live in der Sky Lounge am Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien erlebbar sein. In der Version 2.0 folgt auf die Performance ein Künstlergespräch mit Karheinz Essl Jr., in dem die spezifischen Kompositiontechniken und mathematischen Grundlagen des Werkes thematisiert werden. Geführt wird dieses Gespräch von Katharina Hötzenecker, einer sub-auspiciis-Absolventin des Instituts für Musikwissenschaft an der Universität Wien.




  1. Jahrhundert Mönch von Salzburg: Das Kühhorn (Mondsee-Wiener Liederhandschrift) 15. Jahrhundert John Dunstable: O rosa bella - Gymel (Trienter Codex) 16. Jahrhundert Heinrich Isaac: Innsbruck ich muss dich lassen (Erstdruck) 17. Jahrhundert Antonio Vivaldi: La Primavera - Largo (Amsterdam: Michel-Charles Le Cène) 18. Jahrhundert Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett g-Moll KV 516 – Allegro (Offenbach: Jean André) 19. Jahrhundert Robert Schumann: Kinderscenen – Träumerei (Leipzig: Collection Litolff) 20. Jahrhundert Alban Berg: Wozzeck – Verwandlungsmusik (Wien: Universal Edition) 21. Jahrhundert Karlheinz Essl: Sequitur VIII für E-Gitarre und Live-Elektronik (Ms.)


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