Kunstausstellung · Ausstellung: Wissen

Oberösterreich im Ersten Weltkrieg


Die Ausstellung beschäftigt sich nicht so sehr mit dem Kriegsverlauf 1914 bis 1918, sondern geht in erster Linie auf die Situation im Land selbst ein – auf das Leben der Bevölkerung im und mit dem Krieg.

Im Juli 2014 jährt sich zum einhundertsten Mal der Beginn des Ersten Weltkriegs, der „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Oberösterreich lag zwar fernab aller Fronten, dennoch war der Krieg mit all seinen dramatischen Auswirkungen überall rasch spürbar. Die Ausstellung beschäftigt sich daher nicht so sehr mit dem Kriegsverlauf 1914 bis 1918, sondern geht in erster Linie auf die Situation im Land selbst ein – auf das Leben der Bevölkerung im und mit dem Krieg. Nach einer kurzen Phase der allgemeinen Begeisterung, genährt von der Hoffnung auf einen schnellen Sieg, setzten rasch Ernüchterung und Ermüdung ein. Die Mobilmachung zog die wehrfähigen Männer von ihren Berufen ab, gleichzeitig strömten Frauen in bisher für sie ungewöhnliche Berufsfelder. Die Versorgungslage wurde indes immer trister, Hunger und Seuchen waren die Folge, immer wieder kam es zu Protesten und Streiks. Gleichzeitig erreichte die Waffenproduktion im Hinterland, vor allem in Steyr, ungekannte Ausmaße. In ganz Oberösterreich wurden zahlreiche Lager für Kriegsgefangene, Internierte und Flüchtlinge errichtet. Am Ende des Krieges vollzog sich die Wandlung von der Monarchie zur Republik, aus dem Erzherzogtum Österreich ob der Enns wurde das Land Oberösterreich. Schließlich zählte man rund 22.500 oberösterreichische Kriegstote, entsprechend viele Kriegswitwen und -waisen, dazu kamen etwa 10.000 Invalide und nicht gezählte Kriegstraumatisierte.
Öffnungszeiten
Di - Fr 9.00 - 18.00 Uhr, Do 9.00 - 21.00 Uhr
Sa / So und Fei 10.00 - 17.00 Uhr,
Mo geschlossen


Vergangene Termine