Literatur

Nuruddin Farah - Jenes andere Leben


Der bekannte afrikanische Schriftsteller Nuruddin Farah thematisiert in seinen Büchern oft die Situation der Frauen im postkolonialen Somalia. In seinem neuen großen Roman „Jenes andere Leben“ (Suhrkamp Verlag, 2016) erzählt der Nobelpreiskandidat das bewegende Schicksal einer Familie in Zeiten des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs. Moderation: Sabine Coelsch-Foisner. Deutsche Lesung: Michael Kolnberger.

Als Bella vom gewaltsamen Tod ihres Bruders Aar bei einem terroristischen Anschlag in Mogadischu erfährt, bricht die erfolgsverwöhnte Modefotografin umgehend auf, um sich der halbwüchsigen Kinder des Bruders anzunehmen. In Nairobi, wo Aar mit den Kindern lebte, übernimmt sie tatkräftig die Verantwortung, denn Valerie, die Mutter der Kinder, hat die Familie bereits vor Jahren verlassen, um mit einer anderen Frau ein neues Leben zu beginnen. Jetzt aber erhebt sie ihre eigenen Ansprüche, und zwischen den Frauen entspinnt sich ein gnadenloser Machtkampf …

Nuruddin Farah, geboren am 24. November 1945 im südsomalischen Baidoa, lebt in Kapstadt. Er gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Afrikas und veröffentlichte unter anderem einen Romanzyklus über seine somalische Heimat, den er mit seinem 2013 erschienenen Roman „Gekapert“ abschloss.


Vergangene Termine