Literatur · Tanz · Klassik

Nurejew.Soap


Paris, Flughafen Le Bourget am 16. Juni 1961. Das Ballett des Kirow-Theaters steigt in einen Flieger nach London, doch der Star der Truppe wird aufgehalten. Das KGB teilt Rudolf Nurejew mit, dass er in die Heimat zurückfliegen muss. Er weiß: Das Ende seiner Karriere oder Schlimmeres steht bevor.

Also ruft er den französischen Gendarmen zu, dass er Asyl beantragen möchte. Sie umringen ihn und bringen ihn in Sicherheit. Der genialste Tänzer der Epoche wechselt mitten im Kalten Krieg die Fronten, doch sein Freund in Ost-Berlin kann ihm nicht folgen: Am 13. August wird die Mauer gebaut. Tanz als Bühne für die große Politik und als private Tragödie – im Leben Nurejews wird beides greifbar. Im Januar 1993 ist er als Österreicher gestorben.

Claude Debussy: Prélude à l‘après-midi d‘un faune (Vorspiel zum Nachmittag eines Fauns)
Auszüge aus Balletten von Aram Chatschaturjan (Gayaneh), Adolphe Adam (Giselle) und Pjotr I. Tschaikowski (Dornröschen) und Musik von Sergej Prokofjew (Ouvertüre über hebräische Themen), Dmitri Schostakowitsch u. a.

Solisten des Kammerorchesters „Modus 21“
Erich Polz, Leitung
Gregor Seberg, Lesung


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