Klassik

Nordwestdeutsche Philharmonie


Maurice Ravel ließ die staunende Öffentlichkeit wissen, dass sein Klavierkonzert in G-Dur „im Geiste von Mozart und Saint-Saëns“ komponiert sei. Ganz abgesehen davon, dass die Zusammenfügung dieser beiden Namen wohl auf seine Liebe zur Paradoxie zurückzuführen ist, lässt sie aber doch Rückschlüsse auf den Inhalt des Werks zu. Ein Konzert „für“ und nicht „gegen“ das Klavier wollte er schreiben. Die raschen Ecksätze bringen Jazz-Anklänge, motorische Rhythmik und französisch-leichte Eleganz. Der langsame Mittelsatz bezaubert durch Schlichtheit – Ravel hat sich dieses Adagio äußerst angestrengt abgerungen.

Johannes Brahms’ 2. Sinfonie entstand 1877 innerhalb weniger Monate während seines Aufenthaltes in Pörtschach am Wörther See und ist als „Pastorale“ in die Musikgeschichte eingegangen. Immer wieder äußerte er sich voller Begeisterung über die schöne Umgebung und kündigte dem Wiener Kritiker Eduard Hanslick schließlich eine Sinfonie an, „... so heiter und lieblich, dass Du glaubst, ich habe sie extra für Dich oder Deine junge Frau geschrieben. Der Wörther See ist jungfräulicher Boden, da fliegen die Melodien, dass man sich hüten muss, eine zu treten.“

Das Orchester wird vom jungen charismatischen Dirigenten Benjamin Shwartz geleitet, dessen energiegeladene Musikalität und Begeisterungsfähigkeit die unterschiedlichsten Orchester – u. a. Royal Scottish Philharmonic, Los Angeles Philharmonic – zum mitreißenden Musizieren anspornt.


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