Literatur

Norbert Gstrein - In der freien Welt


John, der Freund des Erzählers, ein amerikanischer Jude und ehemaliger Freiwillige der israelischen Armee, wird in San Francisco auf offener Straße niedergestochen. Wer war John? Diese Frage stellt sich dem österreichischen Autor Hugo, der um seinen Freund trauert. Auf den Spuren Johns reist er nach Kalifornien, wo sich die beiden vor einem halben Leben kennengelernt haben, und dann nach Israel. Dort findet er sich im jüngsten Gaza-Krieg auf beiden Seiten des Konflikts wieder. In der freien Welt wagt er nun die Frage nach unserem heutigen Blick auf jüdische Identität, auf das Fortwirken deutscher Geschichte und die Politik Israels. Ein mitreißendes, bewegendes Buch und ein Einspruch gegen die einfachen Gewissheiten.

Spätestens mit Die englischen Jahre und Das Handwerk des Tötens hat Norbert Gstrein sich »als einer der allerersten Erzähler nicht nur der deutschen, sondern der europäischen Literatur etabliert« (Richard Kämmerlings, F.A.Z.).

Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er wurde unter anderem mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Uwe-Johnson-Preis ausgezeichnet. Zuletzt bei Hanser: Eine Ahnung vom Anfang (2013) und In der freien Welt (2016).


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