Theater

Noch einmal verliebt


Wenn Amors Pfeil trifft, dann empfinden Menschen den süßen Schmerz der Liebe. Wenn parallel dazu die Bandscheiben ebenfalls ein bisschen schmerzen, dann stellen die frisch Verliebten fest, dass sie halt doch etwas älter geworden sind. Was der Freude aber keinen Abbruch tut.

Der Witwer Ralph lernt auf einem Hundespielplatz die vornehme Carol kennen und findet sie einfach hinreißend. Deshalb baggert er sie gleich wie ein junger Stenz an, was Carol zunächst irritiert. Sie ist es nicht mehr gewohnt, dass man sie wahrnimmt, sie schön findet. Carol hat sich hinter schützenden Mauern verborgen. Aber Ralph ist fest entschlossen, die Festung zu stürmen. Bei der Wahl der Waffen vertraut er auf Offenheit, Humor und einen Lebenshunger, der auch mit 75 Jahren noch nicht gestillt ist. Außerdem kennt er sich bei Opern aus. Nur die Musik kann jedes Herz erobern.

Ralphs Schwester Rose, die ihm den Haushalt führt, ist vom zweiten Frühling ihres Bruders nicht besonders begeistert. Argwöhnisch beobachtet sie Ralph und seine wachsende Hoffnung, nicht allein und verloren auf das Ende seines Lebens warten zu müssen.

„Noch einmal verliebt“ erinnert in teils heiteren, bisweilen auch sehr berührenden Bildern, dass das Leben erst vorbei ist, wenn der Mensch aufgehört hat, für einen anderen Menschen zu empfinden. Wer liebt, der lebt. Egal wie alt er ist.

Schon in einem Song der Beatles ging Paul McCartney der Frage nach, ob ihn seine Partnerin noch immer lieben werde, wenn er 64 ist. Weil wir es gut finden, dass die Liebe kein Alter kennt, laden wir am 1.8.2015 zur „Summer of 64“-Vorstellung ein. Ehepaare, bei denen beide Partner über 64 sind, erhalten an diesem Abend die Karten um 3 Euro billiger. Und den Damen möchten wir ein Blümchen schenken.


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