Klassik

Nicolas Hodges, Klavier



Nicolas Hodges zählt zu den versiertesten Pianisten, die sich mit der Avantgarde beschäftigen und dabei die Ältere Musikgeschichte nicht außer Acht lassen.

Olivier Messiaen - Vingt regards sur L´Enfant Jésus

Die 20 musikalischen Kontemplationen zur Geburt Jesu Christi gehören zu den Hauptwerken nicht nur Olivier Messiaens, sondern der gesamten Klavierliteratur. Die wahrhaft filmische „Überlänge“ von rund zwei Stunden und die enorme virtuose Kraft und Komplexität führen dazu, dass meist nur kleine Einzelteile im Konzert zur Aufführung kommen – nicht unähnlich den knapp 100 Jahre vorher entstandenen, „nur“ 90 Minuten umfassenden „Harmonies poétiques et religieuses“ von Franz Liszt. Nicolas Hodges interpretiert das rund um die Befreiung von Paris 1944 komponierte Opus magnum nach einer bejubelten Aufführung bei wien modern nunmehr auch bei „open music“ in Graz in seiner Gesamtheit.

Das facettenreiche Programm des Pianisten Nicolas Hodges, welches Komponisten von Beethoven, Berg, Brahms, Debussy, Schubert bis Stravinsky umfasst, bekräftigt sein außerordentliches Können in der zeitgenössischen Musik. Das Tempo Magazine schreibt dazu: „Hodges ist ein erfrischender Künstler; er spielt die Werke der Klassik als wären sie gestern geschrieben worden, und die Werke von gestern als wären sie bereits Klassiker.“
Meilensteine in der internationalen Karriere von Hodges waren zuletzt die Uraufführung des preisgekrönten Klavierkonzerts von Simon Steen-Andersen im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2014 mit Francois Xavier Roth und dem SWR Sinfonieorchester Freiburg Baden-Baden, ebenso wie die Uraufführung von Birtwistles Variations from the Golden Mountains in der Londoner Wigmore Hall. Außerdem spielte Hodges die Berliner Uraufführung von Elliott Carters Dialogues für Klavier und Orchester mit dem Chicago Symphony Orchestra und die deutsche Erstaufführung mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Daniel Barenboim. Hodges realisierte die Uraufführung von Thomas Adès‘ Klavierkonzert In Seven Days mit der London Sinfonietta gefolgt von weiteren Aufführungen mit dem London Symphony und Los Angeles Philharmonic.
Nicolas Hodges spielt als Solist regelmäßig mit dem BBC Symphony, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, London Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, New York Philharmonic, Sydney Symphony, Tokyo Philharmonic, Tonhalle-Orchester Zürich und Ensembles wie ASKO/Schoenberg Ensemble Amsterdam, Birmingham Contemporary Music Group, Contrechamps Geneve, International Contemporary Ensemble Chicago und dem Remix Ensemble in Porto.
Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Nicolas Hodges auch ein gefragter Kammermusiker. Zu seinen Partnern gehören etwa das Arditti Quartet, Adrian Brendel, Colin Currie, Ilya Gringolts, Anssi Karttunen, Michael Wendeberg, Carolin Widmann und das Trio Accanto.