Theater

Nicky und Willy oder Wie Rainer Maria an die Front kam


Eine dokumentarische Revue über den 1. Weltkrieg
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Ein Tsunami des Gedenkens schwappt über das Land, Zeitungen, Fernsehanstalten, Verlage und andere Medien überbieten sich in Berichten, Serien, Artikeln und Büchern zum Thema, die deutschen Theater spielen mit Vorliebe „Draußen vor der Tür“, Auszüge aus Kriegstagebüchern oder Adaptionen von „In Stahlgewittern“. Kein Zweifel: 100 Jahre Erster Weltkrieg ist ein Thema, das die Öffentlichkeit erfasst hat. Man darf gespannt sein, wie es die nächsten vier Jahre weiter geht: 100 Jahre Verdun, 100 Jahre Versailles? Was ist die Lehre des Erinnerns?

Das Zimmertheater geht einen etwas anderen Weg. Nicky und Willy (so redeten sich Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II. an, wenn sie einander Briefe schrieben, schließlich waren sie Cousins) ist eine kleine Revue zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges, die den Fokus nicht auf das Elend im Schützengraben, sondern auf das Groteske und letztlich Lächerliche der euphorischen Zeit des Sommers 1914 richtet. Sie handelt vom kompletten Versagen der politischen Eliten, von den absurden Erscheinungen eines militarisierten Alltags in Schwaben, vom nationalen Größenwahn, lokaler Spionagefurcht und einer gesellschaftlichen Bankrotterklärung. Nur im Lachen kann man den Wahnsinn dieser Zeit verstehen und sich ihm widersetzen. Parallelen zu heutigen politischen Entwicklungen wären rein zufällig ...

Das renommierte Zimmertheater Tübingen ist mit dieser Produktion nach "Richard Zwei" und "Gespenster" nun zum dritten Mal zu Gast in Schwechat.

Inszenierung, Spielfassung, Bühne & Kostüme Axel Krauße
Musikalische Leitung Klaus Hügl
Dramaturgie Michael Hanisch & Peter Sindlinger
Regieassistenz Samina Basharat
Dramaturgieassistenz Patricia Bechtold
Dramaturgiehospitanz Pia Vogel
Licht- und Tontechnik Thomas Demmel & Werner Schmid
Schneiderei & Requisite Makrina Sinekoglou & Luzi Bozkurt

Produktion Zimmertheater Tübingen (D)

Mit Robert Arnold, Johannes Karl & Klaus Hügl


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