Jazz

New Shore Orchestra


Musikalische Grenzgänge einer Bigband Wie es schon der Name New Shore Orchestra (NSO) sagt, macht sich Julia Maier mit diesem Projekt auf den Weg zu neuen musikalischen Ufern.

Das NSO zeigt eine ungewöhnliche Zusammenstellung: Zur klassischen Bigband-Besetzung mit Holz und Blechblasinstrumenten und Rhythmusgruppe kommen noch ein Streichquartett und eine Vokalistin. 20 Musikerinnen und Musiker lassen daraus völlig neue Klänge entstehen.

About
Das NSO wurde im Herbst 2012 von der Komponistin und Dirigentin Julia Maier als Bigband der besonderen Art gegründet. Mit viel Mut zum Neuen kombinierte die junge Vollblutmusikerin Wood-, Brass- und Rhythm-Section mit Gesang und Streichquartett. Das Konzept ging auf, denn diese eher untypische Besetzung kommt beim Publikum gut an.
Seit März 2013 tritt das NSO live auf. Konzerte fanden beispielsweise bei der Jazzkonzertreihe der KUG, bei der Jazzwerkstatt Graz, beim Impulsworkshop Jazzbusiness oder beim Big Band Bang statt, bei dem übrigens am selben Abend auch die Jazzlegenden Carla Bley und Toshiko Akiyoshi auftraten. Außerdem war die Formation bei der Ö1-WDR-Jazznacht im Dezember 2014 zu hören. Das Debütalbum trägt den Titel New Time und wurde im November 2014 veröffentlicht.

Sound
Beim NSO geht es nicht nur darum, „neue Ufer“ zu erreichen. Das „Ufer“ steht auch symbolisch für die Grenze zwischen unterschiedlichen Welten. In diesem Sinne ist die Grenze nicht linear, sondern verläuft kurvenreich, manchmal weich und manchmal entlang schroffer Kanten. Übertragen auf die Musik lässt sich der Sound des NSO als musikalischer Grenzgang zwischen Jazz, Pop und Filmmusik beschreiben. Nicht selten werden bekannte Trennlinien verwischt und neue Zwischenräume eröffnet.
Im Repertoire befinden sich ausschließlich Eigenkompositionen und Arrangements von Julia Maier. Facettenreiche Stücke werden von Melodien getragen, die sich meist über rhythmisch ausgefeilten Strukturen legen. Deutlich sprechen aus den Kreationen der jungen enthusiastischen Musikerin weibliche Eigenschaften wie Einfühlsamkeit und Stärke.

Julia Maier
Pianistin, Sängerin, Komponistin, Arrangeurin, Dirigentin und musikalische Leiterin – Julia Maier (geb. 1988 in Reutte/Tirol) ist ein musikalisches Multitalent. Sie lebt und arbeitet in Wien und zählt heute zu den ambitioniertesten und talentiertesten Komponistinnen und Komponisten der jungen Jazz-Szene.
Nach einer klassischen Ausbildung am Klavier wechselte sie zum Jazz und studierte bei Univ. Prof. Olaf Polziehn Jazz-Klavier an der KUG. Danach absolvierte sie das Masterstudium Jazz-Komposition bei Univ. Prof. Ed Partyka, das sie 2015 mit Auszeichnung abschloss.
2011 veröffentlichte sie ihr Debütalbum I am ready mit dem Julia M. Quartet bei Barnette Records. Neben Crossover-Projekten mit Chören und klassischen Symphonieorchestern wurde sie auch mit der musikalischen Leitung der Komödie Floh im Ohr am Schauspielhaus Graz betraut (Spielzeit 2012).
Im Herbst 2012 gründete sie ihre eigene Big Band, das New Shore Orchestra, dessen erstes Album New Time im November 2014 erschien. Julia Maier ist u.a. vierfache Preisträgerin der Kompositionswettbewerbe Jazz Comp Graz 2011 und Jazz Comp 2014.
Auf Einladung des Hessischen Rundfunks präsentierte sie eigene Kompositionen in der Reihe New Talents – Fresh Sounds. Dabei trat sie im Dezember 2014 mit der Radio-Bigband bei gleich zwei Konzerten auf. Im Mai 2015 gastierte sie beim Metropole Orchestra und bei Vince Mendoza und nahm am internationalen Arranger’s Workshop teil.
Neben ihrem Hauptprojekt, dem NSO, ist die Künstlerin derzeit in vielen unterschiedlichen Sparten unterwegs und komponiert Stücke für verschiedene Crossover-Projekte, wie z.B. für Chöre mit Brass-Ensemble, symphonische Orchester mit Jazzquartett, Bigbands u.v.m.

Patrick Dunst: soprano saxophone, flute
Thomas Fröschl: alto saxophone, flute
Nicolo Loro Ravenni: tenor saxophone, clarinet
Florian Bauer: baritone saxophone, bass clarinet
Markus Pechmann, Dominic Pessl, Werner Hansmann: trumpets
Karel Eriksson: trombone
Johannes Oppel: bass trombone
Andreas Fürstner: guitar
Michael Lagger: piano
Lukas Raumberger: bass
Thomas Stabler: drums
Michael Leitner, Nicolas Sanchez: violins
Giorgio Miele: viola
Cornelia Perwein: cello
Anja Obermayer: vocals
Julia Maier: composition, conducting


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