Kunstausstellung

new members: dextro.org und Marc Haltmeyer


Vernissage: Dienstag, 26.5.2015 um 19 Uhr

Begrüßung und einführende Worte: Egbert Zedtwitz
Eröffnung: Stadtrat Hans Hornyik

2 Künstlerpersönlichkeiten zeigen charakteristische Aspekte ihrer individuellen künstlerischen Arbeit:

Dextro (Walter Gorgosilits) 1968 in Mödling geboren, hat an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Wien Fotografie und Grafik studiert. Mehrjährige Arbeitsaufenthalte in Tokyo und Berlin.

Der Künstler ist Grafiker, Maler und Programmierer, betreibt seit 1994/95 Dextro.org, worauf er vor allem generative Arbeiten zeigt: algorithmisch generierte Bilder und Videos, aber auch Ölgemälde solcher Motive. Über die Jahre wuchs Dextro.org auf hunderte Werke an, die in zahlreichen Grafikbüchern abgedruckt und bei Filmfestivals und in Ausstellungen gezeigt wurden.
Den (nicht-linearen) Code für seine generativen Arbeiten schreibt Dextro (jeweils von Grund auf neu) in Processing. Er ist so verschachtelt, dass er mit zielgerichtetem Programmieren nicht erzeugt werden kann, nur in jahrelangen Experimenten gefunden. 2014 entstanden auf diese Weise mehrere Videos zur Musik von Curd Duca (AT, IN), Martijn Tellinga (NL, CH) und Chris Arrell (USA).
In der Ausstellung "new members" werden diese Videos ebenso zu sehen sein, wie eine Reihe von Ölgemälden und eine Serie von sechs Posters, die das 20-jährige Jubiläum von Dextro.org markieren.

Marc Haltmeyer geboren in Bern - absolvierte die Schule für Gestaltung in Bern und Zürich - ist Maler, Zeichner, Grafiker, Bühnenbildner und Bildhauer. Er lebt und arbeitet in Wien.

In der Malerei von Marc Haltmeyer verbindet sich die Ergründung von Farbwirkungen in zahlreichen übereinander gelegten Farbschichten zu einem neuen Farbraum im Bild. In den letzten Jahren beschränkte er sich in der Malerei weitgehend auf eine monochrome Farbpalette und versuchte hier in verschiedenen Bildern die Strahlkraft der jeweiligen Farbe zu steigern. Dabei hat er sich für das Format der quadratischen Fläche als eine der für ihn optimalen in dieser künstlerischen Recherche entschieden.
In großformatigen Tuschezeichnungen ist sein Anliegen intuitiv gesetzte Zeichen in neue Zusammenhänge zu setzen und in verdichteten Strukturen neue Bildräume zu finden. Dabei werden Zeichen zu immer neuen Strukturgebilden zusammengesetzt und schaffen assoziative neue Anregungen in einer räumlich stilisierten Welt. Mit Graphitstiften dazu neue zeichnerische Strukturen zu setzen in dieser Welt der Tuschezeichen und beide Zeichensprachen zu einer neuen Einheit zu verbinden, das macht für ihn den Reiz dieser großen Zeichnungen aus.


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