Vortrag

Neue Spielräume – Der lange Weg nach Vorarlberg


Vor 50 Jahren wurde das Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und Österreich abgeschlossen, in dessen Folge tausende ArbeiterInnen aus der Türkei auch nach Vorarlberg kamen. In der Textilindustrie wurden die türkischen ArbeiterInnen ebenso unverzichtbar, wie im Baugewerbe. Die ArbeiterInnen aus der Türkei kamen mit unterschiedlichen ethnischen, religiösen und politischen Hintergründen, inkludierten KurdInnen, AlevitInnen, ArmenierInnen, linke und rechte Politaktivisten. Ihre Nachkommen bilden heute einen nicht unerheblichen Anteil der Bevölkerung Vorarlbergs, sprechen längst den Vorarlberger Dialekt und „schaffa schaffe“ gehört für viele heute genauso zu ihrer Selbstidentifikation, wie das „Hüsle baua“. Trotzdem hat es bis heute keine vollständige Akzeptanz und keinen vollständigen Anschluss an die Mehrheitsgesellschaft gegeben.

Die Vorarlberger Historikerin und Journalistin Duygu Özkan („Die Presse“) analysiert in ihrem Vortrag die wechselhafte türkisch-vorarlberger Beziehungsgeschichte von der Anwerbung vor 50 Jahren bis zur Generation der Enkel und Urenkel jener ArbeiterInnen, die heute schon Pensionisten sind.


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