Neue Religion: Mehr Mitgefühl für Märkte


Die schräge Diseuse Benedikta Manzano mischt die Rote Bar mit Liedern und Texten vom Widerspruch auf. Ihr Motto: „Das Reh ist ein Hirsch“

Dass sie mit dem ironischen Chanson „Mehr Mitgefühl für Märkte“ den Protestsongcontest 2013 gewonnen hat, ist kein Zufall: Das Thema „Widerspruch“ gilt seit 25 Jahren als ihr Programm, sei es in Form eines direkten Protestes gegen autoritäre Strukturen, traditionelle Geschlechterrollenzuweisungen und die aktuelle „Unser Gott ist der Markt“-Religion, sei es im Aufdecken von Widersprüchen und Geheimnissen des eigenen und fremden Seelenlebens. Jedenfalls stellt sie die Gewohnheiten auf den Kopf.

Der Appell „Mehr Mitgefühl für Märkte“ kommt als liebliches Chanson daher, der Wunsch nach einer „echten“ und romantischen Liebesbeziehung als hysterisch-schriller Rap, gefolgt von einer „volkstümlichen“ Esoterik-Schnulze und zu all dem fügt Benedikta Manzona sehr gemeine Wienerlieder.

Von und mit Benedikta Manzano
Am Klavier: Julie Loveson
Dramaturgie und szenische Einrichtung: Karl Baratta


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