Theater · Klassik

Nestroy und die Frau Weiler


Ein reibungsloser, humoriger Abend mit vielen musikalischen Highlights aus der Ära Biedermeier sollte es werden: Duette, Couplets, Arien und Dudler, die einst Johann Nestroy und seiner Partnerin Marie Weiler auf den Leib geschrieben wurden…

Doch von den beiden Hauptdarstellern erscheint nach der Ouvertüre nur die bessere Hälfte: SIE. ER fehlt. Muss man den Abend also abblasen? Konträr! SIE nützt ihre Chance und macht ihn zu IHREM Abend. Präziser: zu einem über DIE FRAU, wie der „österreichische Shakespeare“ seine langjährige Lebens- und Bühnenpartnerin nannte. Marie Weiler: Sängerin, Mutter seiner Kinder und Managerin des Nestoy’schen Erfolges.

Aus SEINEM Fehlen entspringen bald private Konflikte, ist ER doch auch im Leben abseits des Scheinwerferlichtes ihr Partner. Der Konflikt zwischen Karriere und Familie der heutigen Künstlerin spiegelt sich im Leben der historischen Figur. So viele Parallelen – kann das sein? Hat sich so wenig verändert? Die Ebenen verweben sich…

Biografisches ist von Marie Weiler fast nur über Johann Nestroy zu erfahren. Wer war die Frau, die den Humor und die Ausdauer hatte, 35 Jahre lang an seiner Seite zu leben? Adolf Müller hat ihr unzählige Lieder, Arien und Koloraturjodler auf den Leib geschrieben. Agnes Palmisano erweckt vergessene Musik zu neuem Leben, Trennlinien der Zeiten und Figurengrenzen verwischen nach und nach… Ein Spiel mit den Perspektiven, eine Zeitreise durch die Magie von Text und Musik.

Besetzung:

Buch & Regie

Nora Dirisamer
Musikalische Leitung

Peter Gillmayr
Arrangements

Gerrit Wunder, Josef Ortner
Schauspielerin

Agnes Palmisano
Schauspieler
Max Ross
Die Österreichischen Salonisten:.
1. Violine

Peter Gillmayr
2. Violine

Kathrin Lenzenweger
Violoncello
Judith Bik
Kontrabass

Roland Wiesinger
Klarinette

Josef Ortner
Klavier
Wieland Nordmeyer


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