Party · Pop / Rock

Neneh Cherry


Neneh Cherry kehrt überraschend mit ihrem ersten Album unter eigenem Namen seit fast 20 Jahren zurück.

Neneh Cherry With RocketNumberNine

Das Comeback des Jahres, jedenfalls eines, mit dem kaum jemand gerechnet hat: Wir reden von Neneh Cherry, jener "Ikone des Cool" (Die Zeit), die im London der 80er zuerst mit den Bands The Slits und Rip, Rig & Panic die Post-Punk-Szene, später mit ihrem ersten Solo-Hit "Buffalo Stance" den HipHop aufmischte. In den 90ern avancierte sie mit "7 Seconds" (ein Duett mit Worldmusic-Größe Youssou N'Dour) zum Weltstar des so genannten TripHop.

Mit dem Tod ihres Stiefvaters, des Jazzmusikers Don Cherry, Mitte der 90er stoppte plötzlich Neneh Cherrys bis dahin rastloser Output. Erst rund 10 Jahre danach tauchte sie als Mitglied der Band CirKus wieder auf und war zuletzt bei The Cherry Thing, einer Kollaboration mit dem skandinavischen Experimental-Jazz-Trio The Thing, zu hören.

Nun kehrt Neneh Cherry überraschend mit ihrem ersten Album unter eigenem Namen seit fast 20 Jahren ins Rampenlicht zurück. "Blank Project", so der Titel, ist alles andere als ein Alterswerk, sondern markiert einen radikalen Neuanfang der heute 50-Jährigen und eine Abkehr von allem, was sie zuvor gemacht hat.

Zu ihren größten kommerziellen Erfolgen gehören wunderbare Nummern wie "Buffalo Stance" (1988), "Manchild" (1989), "I’ve Got You Under My Skin" (1990, mit Afrika Bambaataa), "7 Seconds" (1994, mit Youssou N’Dour) und "Woman" (1996).

Seekae

Seit 2008 macht diese vielfach preisgekrönte dreiköpfige Band mit Wurzeln in Australien und England eigentlich immer das Gleiche: Sie erfindet sich von Album zu Album neu. Ihren ersten Release "The Sounds Of Trees Falling On People" dominierten noch bewusst instrumental gehaltene Maschinensounds, "so atmosphärisch und hypnotisierend wie ein vereister, schneebedeckter Wald", wie der US-Rolling Stone schrieb. Auf Platte Nr. 2 "+Dome", 2011 erschienen, brachen Seekae dann mit 808-Beats und viel Bass in Richtung Club auf - sehr zum Wohlgefallen des britischen Mojo Magazines (Album des Monats). Damit tourte das Trio durch Europa, Japan und Nordamerika, wodurch sich rasch die Kunde ihrer extrem abwechslungsreichen und energiegeladenen Live-Shows verbreitete.

Cherry Sunkist :: Tina Frank > (audiovisual performance)

Mit Synthesizer, Gitarre, Drum-Computer und nicht zuletzt ihrer, zum Teil bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Stimme bewegt sich die höchst experimentierfreudige Musikerin Cherry Sunkist zwischen schrillem Pop-Appeal und düster ausfallender Kritik an Gender-Normen. Erstmals in Erscheinung tritt sie mit einem Song auf der Compilation "Girl Monster", die 2006 auf dem legendären Label Chicks On Speed Records veröffentlicht wird, 2 Alben und eine EP auf dem Wiener Label comfortzone records folgen. Musikalisch zwischen Elektronik, Pop und Songwriterkunst angesiedelt, entwirft Cherry Sunkist aus der Vielfalt an Stilen und klanglichen Elementen ihre ureigene und unverkennbare Version experimenteller Popmusik, eine die aufgrund ihres sehr avantgardistischen Charakters zu keinem Zeitpunkt Gefahr läuft, an der Oberfläche hängen zu bleiben.

Tina Frank ist Designerin, Künstlerin und Professorin für Visuelle Kommunikation an der Kunstuniversität Linz. Seit 1996 spielt sie live mit MusikerInnen auf der Bühne und erstellt mit generativen Mitteln Videoprojektionen, um experimentelle Musik oder Hotelräume in Szene zu setzen. Ihre Visualisierungen sind gekennzeichnet von einer farbenfrohen Formensprache, die sich als quietschvergnügte Abstraktion gepaart mit einem feinfühligen Spiel an den Grenzen der Wahrnehmung äußert. Ihre Arbeiten findet man in internationalen Sammlungen zu Videokunst und digitaler Synästhesie. Lebt und arbeitet in Wien und Linz.

Perrecy

Dass die britische Kultfigur Morrissey devote Fans hat, ist in Indiekreisen keine Neuigkeit. Seit der Sänger 1982 mit seiner damaligen Band The Smiths auszog, unglücklichen Teenagern in aller Welt eine Stimme zu geben, findet seine Musik von Südamerika bis Australien begeisterte Fans. Auch in Ingolstadt.

Dort wohnt und arbeitet Perrecy, dessen Erweckungserlebnis auf das Jahr 1984 datiert, als die Single "Heaven Knows I'm Miserable Now" erscheint. Als Perrecy während eines Barbados-Urlaubs deutsche Touristen beobachtet, die gedankenlos Reggae-Songs trällern, ohne die streckenweise chauvinistischen Inhalte zu bemerken, entsteht die Idee, Reggae-Songs ins Deutsche zu übersetzen und auf der Ukulele zu interpretieren.

Zwei Jahre nach Morrisseys grandiosem 2004er Album-Comeback "You Are The Quarry" transferiert Perrecy seine Leidenschaft in eine neue Richtung: Er übersetzt die Songs des Meisters und seiner Ex-Band ins Deutsche.

Nun liegt mit "Du bist das Opfer" das erste Perrecy-Album vor, das einen bunten Querschnitt des Schaffens des bayerischen Barden mit Hamburger Wurzeln anbietet. Von "Dieser charmante Mann", über "Meine Freundin liegt im Koma" bis "Der erste der Jungs der starb" sind sämtliche Top-Hits des Helden aus Manchester enthalten.


Vergangene Termine