Theater

Nathan der Weise


von Gotthold Ephraim Lessing; gekürzte Fassung mit Musik

Drei Ringe, drei Religionen, ein Traum: Lessings Dramatisches Gedicht ist das Stück der Stunde, stellt er hier doch den Vorurteilen, der Intoleranz und dem religiösen Fanatismus seine Vorstellung von Vernunft, Toleranz und Menschlichkeit gegenüber. Und das ohne moralischen Zeigefinger, sondern mit einer guten Portion Humor als Statement gegen die Barbarei.

Konkret wird hier eine spannende Familien- und Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Krieges der drei großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam aufgerollt, mit vielen Verwicklungen, Zufällen und einem Happy End, das einer Komödie würdig wäre. Gleichzeitig schickt Nathan Gedanken in die Welt, die zwingender nicht sein können, etwa, wenn er dem Sultan auf die Frage nach der „richtigen Religion“ mit der Ringparabel antwortet, die für gelebte, glaubensübergreifende Humanität steht. Nathan, der ein christliches Waisenmädchen großgezogen hat, obwohl seine ganze Familie, Frau und sieben Söhne, zuvor bei einem christlichen Pogrom ums Leben gekommen war, weiß also, wovon er spricht. Klug und verschmitzt zugleich bemüht er sich um ein friedvolles Miteinander und stellt das Gemeinsame vor das Trennende.

SCHAUSPIEL Julia Frisch, Alexander Knaipp, Mara Katharina Metschitzer, Rudi Müllehner, Andrea Schnitt STRICHFASSUNG & INSZENIERUNG Cornelia Metschitzer FOTOBÜHNENBILD Bernhard Mayer ASSISTENZ Mara Metschitzer LICHT & TECHNIK Florian Kirchweger, Michael Kment, Katrin Neubauer PRODUKTION Tribüne Linz

SONDERVORSTELLUNGEN FÜR SCHULKLASSEN AUF ANFRAGE (15+).


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