Theater

Nathan der Weise


Lessings Nathan der Weise ist das bekannteste Drama der Aufklärung. Das Stück macht sich für Toleranz und Mitmenschlichkeit stark und tritt für eine Versöhnung der Religionen untereinander ein. Die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen den großen Religionen zeigen, wie brisant dieses Thema nach wie vor ist.

Jerusalem in der Zeit der Kreuzzüge. Nathan ist ein jüdischer Kaufmann, der wegen seiner Weisheit allgemein bekannt ist. Nach der Rückkehr von einer Handelsreise erfährt er, dass seine Tochter Recha den Brand seines Hauses nur knapp überlebt hat – ein Kreuzritter rettete das Mädchen aus den Flammen. Als Nathan sich bei diesem bedanken will, wird er brüsk zurückgewiesen: Der Tempelherr lehnt es ab, mit Juden zu verkehren. Doch Nathans Überzeugungskunst erweicht den fanatischen Christen und bringt ihn dazu, Nathan in dessen Haus zu besuchen. Als der Tempelherr dort erneut auf Recha trifft, verliebt er sich in sie.

Inzwischen wurde Nathan zum Sultan gerufen, der sich dringend finanzielle Hilfe vom Kaufmann erwartet – ein Treffen, das Tod oder Leben bedeuten kann. Und tatsächlich: Bevor es zu geschäftlichen Verhandlungen kommt, soll Nathan zunächst einmal die Frage klären, welche Religion die rechte sei: Judentum, Christentum oder Islam? Nathan kann seinen Kopf mit einer Geschichte, der so genannten Ring-Parabel, vorerst aus der Schlinge ziehen. Doch die Spannungen zwischen den Religionen und ihren Vertretern bleiben, die Probleme hören nicht auf …

Besetzung

Regie Sylvia Richter
Bühne & Kostüme Dietmar Teßmann

Nathan Andreas Wobig
Sultan Saladin Jan-Hinnerk Arnke
Ein junger Tempelherr Sergej Gößner
Ein Klosterbruder Jan Schreiber
Ein Derwisch Benjamin Schardt
Der Patriarch Michael Arnold
Recha Marion Fuhs
Sittah Julia Kronenberg
Daja Janine Wegener


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