Vortrag · Literatur

Najem Wali - Bagdad-Erinnerungen an eine Weltstadt


Najem Wali erzählt von "seinem" Bagdad, einer Stadt der Kaufleute, der Wissenschaftler und Künstler, so international und urban wie London und Paris.

Als Najem Wali ein Kind war, erschien ihm Bagdad wie ein Traum. Sein Vater brachte ihm von dort Geschenke und Geschichten mit. Sobald er die Schule abgeschlossen hatte, zog Wali zum Studium in die Hauptstadt. Als 1980 der Iran-Irak-Krieg ausbrach, floh er nach Deutschland. Nun erinnert Najem Wali an eine Welt, die nach Jahrzehnten des Terrors und der Zerstörung gänzlich unterzugehen droht. Er erzählt von "seinem" Bagdad, einer Stadt der Kaufleute, der Wissenschaftler und Künstler, so international und urban wie London und Paris. Sein Buch verbindet die Geschichte einer Metropole mit persönlichen Erinnerungen und setzt den Bildern der Verwüstung die Bilder einer blühenden Weltstadt entgegen.

Najem Wali
1956 im irakischen Basra geboren, studierte deutsche Literatur an der Universität Bagdad. Als Kritiker Saddam Husseins und Gegner des Iran-Irak-Kriegs verbrachte er 1980 sechs Wochen im Gefängnis unter schwierigsten Bedingungen, konnte dann nach Deutschland fliehen. Heute lebt Najem Wali als freier Autor und Journalist in Berlin. Er ist Kulturkorrespondent der bedeutendsten arabischen Tageszeitung Al-Hayat und schreibt regelmäßig u.a. für die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit. Bei Hanser erschien 2014 sein Roman „Bagdad Marlboro", für den er mit dem Bruno-Kreisky-Preis ausgezeichnet wurde. Andere Bücher von Najem Wali: „Die Reise nach Tell al-Lahm" (2004), „Jussifs Gesichter" (2008), „Reise in das Herz des Feindes" (2009), „Engel des Südens" (2011) u.a.


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