Theater

Nachtschicht


In Wien gibt es rund 121.000 Menschen, die nachts arbeiten: vom Bäcker und Würstlstandbetreiber zur Taxifahrerin und U-Bahn-Kontrolleurin, von Pflegepersonal und Notdienst bis zu Polizei und Security.

Es sind Menschen, deren Arbeit im Stadtleben oft unbemerkt bleibt. Sie haben die Nacht für ihre Existenz gewählt, freiwillig oder von Umständen genötigt. In Nachtschicht reflektieren verschiedene Dienstleister/innen der Nacht über ihre eigene soziale und ökonomische Lage und die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit.

Was heißt es, aus dem Rhythmus des Tages zu fallen? Hat es Konsequenzen für das soziale Leben, für Familie, Freund- und Partnerschaft? Welche Ängste und Sehnsüchte kommen in der Dunkelheit auf? Ermöglichen die nächtlichen Arbeitsstunden gar ungeahnte Freiheiten? Nachtschicht schöpft aus dem Fundus urbaner Geschichten. Die unterschiedlichen Perspektiven verhandeln das Leben in einer nächtlichen Parallelwelt und werden zu einer Bestandsaufnahme der Stadt bei Nacht. Fakten und Fiktion vermischen sich zu einer neuen theatralen Stadtrealität.

Regisseurin Jessica Glause, geboren 1980 in Niedersachsen, hat vielfältige Erfahrung mit partizipativen Theaterprojekten aufzuweisen. Ihre recherchebasierte Produktion zum Thema Homosexualität mit Bürger/innen der Republik Moldau gewann den Publikumspreis des deutsch-europäischen Bürgerbühnenfestivals am Staatsschauspiel Dresden und wurde unter anderem zum Festival Radikal jung und zum Festival Politik im freien Theater eingeladen. Mit der theatralen Feldforschung zu Nachtarbeiter/innen in Wien eröffnet sie das Volx/Margareten als zweite ständig bespielte Bühne des Volkstheaters.

Besetzung:

Bühne Jil Bertermann
Video Pablo Leiva
Musik Joe Masi
Dramaturgie Mona Schwitzer

Mit:
Claudia Kubista, Ingrid Lang, Régis Mainka, Solbritt Matich, Peter Rodriguez Poveda, Farag Said, Günther Schatzl


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