Theater

Kühne Bühne - Nacht, Mutter


Erstmals seit ihrer Gründung, spielt die „Kühne Bühne“ im Jänner ein Stück für Erwachsene. Auf dem Spielplan steht das preisgekrönte Stück „Nacht, Mutter“ von Marsha Norman.

Die Kühne Bühne ist eine kleine professionelle Bühne die im Jahr 2013 gegründet wurde. Bisher lag der Schwerpunkt auf junges Theater.

Das Stück befasst sich mit den „Tabuthemen” Krankheit und Tod.
Wenn ein uns nahestehender Mensch freiwillig aus dem Leben scheidet, fragen wir fassungslos nach dem WARUM. Waren es Krankheit, Einsamkeit, Geldnöte oder Beziehungsprobleme, die den Verzweifelten zu diesem letzten aller Auswege getrieben haben? Und wir fühlen uns nicht selten schuldig: Warum hab ich nichts von seinen Absichten gemerkt? Hätte ich vielleicht diesen Selbstmord verhindern können? Die Fragen bleiben freilich meist unbeantwortet – der sie beantworten hätte können, hat uns mit ihnen ratlos zurückgelassen.
Meist können wir ja schon mit dem Phänomen des natürlichen Todes kaum umgehen, mit Selbstmord sind wir völlig überfordert.

Das Stück startet mit dem Abend, an dem Jessie ihrer Mutter eröffnet sich umzubringen. Ihre Mutter hält das Vorhaben für einen schlechten Witz. Sie reagiert mit Wut, Verzweiflung und Sarkasmus, sie bittet, droht und fleht.
Aber unbeirrt geht Jessie mit ihr die Haushaltslisten durch, zeigt ihr, wo was steht. Immer hat sie sich um alles gekümmert. Jetzt mag sie nicht mehr. Beide stellen sich nun ihrer Vergangenheit, erörtern vergangene Konflikte und ziehen ein Fazit ihres bisherigen Lebens. Ungeschönt kreist Normans Stück auf der Folie einer Mutter-Tochter-Beziehung, in der Hass und Liebe sich die Waage halten, um das Thema Selbstmord.


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