Oper · Theater

Nabucco


Wirklich schon wieder „Nabucco“? Ja! Warum? Eine Ihnen bekannte deutsche Opernintendantin erzählte Gustav Kuhn bei einem gemeinsamen Abendessen von „Nabucco“. In einem Nebensatz meinte der Maestro: „Naja, Sie wissen ja, wann das Werk geschrieben wurde?“ Völlig ratlosen Augen folgte eine noch ratlosere Antwort: „Jaja, ein mittlerer Verdi …“ Aber genau DAS ist „Nabucco“ NICHT. Es ist ein früher Verdi. Und eben dieses mit Problemen und Erfolgen gleichermaßen behaftete frühe Werk hat den Komponisten sein ganzes Leben lang bewegt. So geht es auch uns und den Festspielen. Es ist noch immer nicht klar, dass Abigaile kein ausgeblichener Powersopran ist, der sich mühsam durch die Koloraturen quält, sondern eine Strepponi-Partie – eine Partie also, die von Gildas und solchen Sängerinnen gesungen werden sollte, die Gilda nicht als Soubretten-Piepsmaus sehen, sondern als lyrischen Sopran. Die Tiroler Festspiele Erl haben also noch viel zu tun mit „Nabucco“. Es dürfte sich wieder einmal nur um eine Zwischenstation handeln.

Sängerinnen und Sänger der Accademia di Montegral

Nabucco Giulio Boschetti, Oliviero Giorgiutti, Sergio Vitale
Abigaile Sophie Gordeladze, Lada Kyssy, Marija Mitic, Maria Radoeva
Zaccaria Franz Hawlata, Giovanni Battista Parodi
Fenena Michela Bregantin, Svetlana Kotina
Ismaele Markus Herzog, George Vincent Humphrey
Anna Maria Lopalco, Edit Suta
Abdallo Markus Herzog, Patrizio Saudelli
Gran Sacerdote Frederic Baldus, Nicola Ziccardi

Orchester und Chorakademie der Tiroler Festspiele Erl
Musikalische Leitung Gustav Kuhn

Regie Andreas Leisner
Bühnenbild Jan Hax Halama
Kostüme Lenka Radecky
Licht Gustav Kuhn


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