Neue Klassik

Münchener Kammerorchester


Das 1950 gegründete Münchener Kammerorchester sucht als Garant für die hohe Kunst des Ensemble-Streicherspiels heute weltweit seinesgleichen – und das sowohl im klassischen wie im zeitgenössischen Repertoire.

Seit 1995 hat das MKO für mehr als 70 Uraufführungen international renommierter Komponisten gesorgt, darunter auch Klaus Langs extrem leises und harmonisch nuancenreiches vier gefäße. staub. licht. (2011) für 22 Streicher, das bei den KLANGSPUREN als österreichische Erstaufführung erklingen wird. Keine Instrumentengruppe ist besser als die Streicher dazu geeignet, das diesjährige Festivalthema Stimmungen in seiner ganzen Vielschichtigkeit auszuloten.

Wie bereits die gleitende Bewegung eines einzigen Geigen-Glissando begreifbar macht, ist es jedem Musiker möglich, den gesamten Tonumfang des Instruments stufenlos zu durchmessen und damit Musiken jenseits aller etablierten Tonsysteme erklingen zu lassen. Die drei Werke des diesjährigen MKO-Gastspiels tun das auf sehr unterschiedliche Weise.

Die amerikanische Wahlmünchnerin Gloria Coates hatte bereits 1973 die Idee, für ihre viersätzige 1. Symphonie vor allem die zunächst umgestimmten, dann im Laufe des Werks herkömmlich zu stimmenden leeren Saiten der Streicher zum Einsatz zu bringen; daher der ursprüngliche Titel Music on Open Strings. Dirigieren wird das Konzert der diesjährige Composer in Residence des Festivals Beat Furrer, von dem auch das dritte Werk des Abends stammt: Xenos III (2010/13) fügt dem harmonisch reich ausdifferenzierten Streichersatz noch zwei solistische Schlagzeugparts hinzu. Xenos III entstammt ebenso wie das am folgenden Tag aufgeführte Xenos von 2008 dem Umfeld des Musiktheaters Wüstenbuch und widmet sich dem für Furrer so zentralen Thema der Musikalisierung der Sprechstimme in ihrer subtilen Gestik.

Programm:

Gloria Coates Symphony No. 1 „Music on Open Strings“
Klaus Lang vier gefäße. staub. licht. ÖEA
Beat Furrer Xenos III


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