Pop / Rock

Mudhoney


Mudhoney sind das ewige Schattenkind der Seattle-Szene. Vorreiter in Sachen Flanell-Hemden und beinahe väterliche Inspiration für spätere Superstars wie Nirvana. Und wie üblich teilen sie auch das Schicksal einer richtungsweisenden Band, die nie den Sprung aus dem Underground-Wasser geschafft hat und selbst in größten Hype-Zeiten nur bedingt von ihrer Vorreiter-Rolle profitierte.
Ob Mudhoney den großen Ruhm überhaupt wollten, ist zweifelhaft. Dazu sind die Urgesteine doch viel zu sehr in ihrem Punkrock-Lifestyle verwurzelt.

Grunge, Seattle, die 90er, Sub Pop, Nirvana & Mudhoney. Das ist wohl untrennbar für immer und ewig in die Popgeschichte eingraviert! Die 1987 gegründete Band veröffentlichte 1989 die Meilenstein-Ep „Superfuzz Bigmuff“. Das selbstbetitelte Debütalbum sollte im selben Jahr folgen. Und legte damit den Grundstein für alles Folgende. Aufgrund ihrer aggressiven, verzerrten, dreckig-punkigen Spielweise und gänzlicher Kompromisslosigkeit wurden sie natürlich nie so berühmt wie Nirvana, Hole, Pearl Jam oder Soundgarden. Die Legende müsste ohne sie aber wesentlich umgeschrieben werden.

Und im Gegensatz zu vielen anderen haben sie sich nie aufgelöst, als Schatten ihrer Selbst reformiert, stilistische Haken eingeschlagen oder einfach so zu Stinken begonnen. Sie blieben stets die Asskicker im Fachgebiet Garage-Rock & Punk-infizierter Psycho-Blues-Jams: Feedback over Trends, ein rumpelnder Bass und die unverkennbare Stimme von Fronter Mark Arm. Die nach dem Russ Meyer-Film benannte Band fand schon immer GG Allin cooler als Long Dong Silver, dreckige Kellerspelunken lässiger als geschniegelte Musikhallen und Dosenbier besser als Chardonnay. In üblicher Form veröffentlichten sie 2013 ihr 9. Studioalbum „Vanishing Point“ auf – selbstverständlich – Sub Pop! Grunge’s not dead!


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