Klassik

Mozarteumorchester Salzburg - Die Planeten


Programm:

WOLFGANG AMADEUS MOZART Symphonie Nr. 41 C-Dur, KV 551 ‘Jupiter’

GUSTAV HOLST Die Planeten, op. 32

Zuletzt führte John Axelrod ‚Die Planeten‘ mit dem Chicago Symphony Orchestra auf. Im September entführt Sie der amerikanische Dirigent gemeinsam mit dem Mozarteumorchester in den Weltraum. Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Jupiter-Symphonie und Gustav Holsts überschäumender und spannender Orchestersuite rückt die Macht des Universums an den drei Konzerttagen in den Mittelpunkt.

Die vom englischen Komponisten Gustav Holst in den Jahren 1914 bis 1916 komponierte Orchestersuite ‚Die Planeten‘ bildet dafür sowohl die musikalische als auch gedankliche Grundlage. Denn die astrologischen Charakterisierungen der Planeten unseres Sonnensystems — ohne Erde und Pluto, der zum Zeitpunkt der Komposition noch nicht entdeckt war — boten Holst die Möglichkeit, eine Reihe von Musikstücken mit kontrastierenden Stimmungen zu komponieren, die in ihrer jeweiligen ‚Eindimensionalität‘ des Ausdrucks den Hintergrund für das jeweilige Stück bildeten. Holst zielt darin weniger auf das äußere Erscheinungsbild der Himmelskörper, sondern vielmehr auf ihre charakterliche Ausdeutung. So werden etwa Mars als Kriegsbringer und Venus als Bringerin des Friedens oder Merkur als geflügelter Bote und Jupiter als Freudenspender bezeichnet und entsprechend musikalisch charakterisiert. Gebührend malt Holst in seiner Musik sieben imposante Charakterbilder, deren ergreifende Klangeffekte an spätere Filmmusiken erinnern.

Im ersten Teil erklingt Mozarts letzte Sinfonie, die den Beinamen ‚Jupiter‘ trägt. Dieser stammt allerdings nicht von Mozart selbst, sondern vom englischen Konzertunternehmer Peter Salomon. Der Name sollte auf das Einzigartige, das Hervorragende und Strahlende hinweisen. Einst kommentierte der Kritiker Kurt Pahlen das Finale wie folgt: ‚Hier kann uns Mozart selbst als Gott erscheinen, der nach freiem Willen Sternbilder in der Unendlichkeit des Weltraums schafft, zusammenfügt und lenkt. Die Großartigkeit dieses Satzes entgeht keinem Hörer, aber sein volles Verständnis erschließt sich nur den Eingeweihten, die diesem vollendeten polyphonen Geflecht den Stimmen und Themen folgen könnten.‘ Definitiv schuf Mozart mit dieser Symphonie ein Meisterwerk der klassischen Symphonik. Es wartet mit einer formalen und satztechnischen Exzellenz auf, die wie die Quintessenz all dessen anmutet, was zu Mozarts Lebzeiten in der Instrumentalmusik überhaupt möglich erschien.

John Axelrod war einer der letzten Schüler von Leonard Bernstein. Derzeit ist er, als Nachfolger von Riccardo Chailly, Chefdirigent des Orchestra Sinfonica di Milano ‚Giuseppe Verdi‘. Er hat so gut wie alle großen Orchester geleitet und mit vielen bedeutenden Solisten unserer Zeit zusammengearbeitet - erst kürzlich ist eine Aufnahme mit Lang Lang und dem London Symphony Orchestra erschienen.


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