Klassik

Mozarteumorchester Salzburg


Mit ‘Also sprach Zarathustra’ steht bei den Konzerten im September eines der monumentalsten und beeindruckendsten Werke des vergangenen Jahrhunderts auf dem Programm.

Diese von klanggewaltigem Optimismus durchzeichnete Komposition von Richard Strauss hat Symbolcharakter und eine ungeheuerliche Suggestionskraft. Unweigerlich verbindet man das berühmte Anfangs-Trompetenmotiv mit Stanley Kubricks Film ‘Odyssee im Weltraum’. Dabei hatte Strauss mit diesem Werk ganz anderes im Sinn. Wie auch bei der sinfonischen Dichtung ‘Don Juan’ basieren beide Werke auf literarischen Vorlagen. Strauss geht es dabei aber weniger um die Vertonung des geschriebenen Wortes als um dessen frei assoziative musikalische Deutung. Bei Don Juan geht es um die männliche Verlaufskurve von erotischen Eroberungsambitionen. Von anfänglicher Unersättlichkeit über den steten Wechsel bis zur endlichen Erlahmung. Zur Darstellung dieses Sujets beschwört Strauss das ganze Arsenal musikalischer Verführungskunst. Strauss‘ Werke sind von derart hohem Anspruch, dass sie Dirigent und Orchester alles abverlangen.

Dieser Herausforderung stellt sich im September das Mozarteumorchester mit seinem ehemaligen Chefdirigenten und Salzburg-Heimkehrer Hans Graf. Dieser betreute zwischenzeitlich leitende Positionen in Frankreich und Kanada. Bis zuletzt war er als Nachfolger von Christoph Eschenbach Chefdirigent des renommierten Houston Symphony Orchestras und somit neben Franz Welser-Möst in Cleveland und Manfred Honeck in Pittsburg einer der großen österreichischen Dirigenten mit Spitzenpositionen in der Neuen Welt.

Solist beim Klarinetten Konzert von Aaron Copland ist Matthias Schorn. Für ihn sind die Auftritte im Großen Festspielhaus ein Heimspiel. Der gebürtige Salzburger tourt heute mit den Wiener Philharmonikern rund um die Welt und zählt spätestens seit seinem solistischen Durchbruch unter Gustavo Dudamel zu den gefragtesten Klarinettenvirtuosen unserer Zeit. Dass Matthias Schorn gerne auf der Suche nach Neuem ist bewies er bereits mehrfach bei Auftritten mit diversen von ihm gegründeten Genre-übergreifenden Ensembles. Kein Zufall war es, dass ausgerechnet er dazu auserkoren wurde, den Pausenfilm des heurigen Neujahrskonzerts mit der Formation ‘Phil Brass Banda’ musikalisch mitzugestalten. Auf die Suche nach den Spuren des Jazz macht sich Schorn beim Klarinettenkonzert des als Hollywood-Komponisten bekannten amerikanischen Komponisten Aaron Copland, der das Werk der Klarinetten-Legende Benny Goodman widmete.

Programm:

GEORGE GERSHWIN Porgy and Bess: A Symphonic Picture (Arrangement: Robert Russell Bennett)

AARON COPLANDKlarinettenkonzert

RICHARD STRAUSS Also sprach Zarathustra, op. 30


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