Klassik

Mozarteumorchester Salzburg


Die Feier der Natur, des Menschen und des Göttlichen, der Höhepunkt eines jeden Sufi-Rituals, steht auch im Zentrum der aus christlicher Feder stammenden Werke der Ouverture spirituelle.

Programm:

Johann Michael Haydn - Missa sub titulo Sancti Francisci Seraphici MH 826, „Franziskus-Messe“

Wolfgang A. Mozart - Eine kleine Freimaurer-Kantate KV 623, „Laut verkünde unsre Freude“

Wolfgang A. Mozart - Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425, „Linzer“

Interpreten:

Ádám Fischer, Dirigent
Martina Janková, Sopran
Sophie Rennert, Alt
Peter Sonn, Tenor
Thomas E. Bauer, Bass
Salzburger Bachchor
Alois Glaßner, Choreinstudierung
Mozarteumorchester Salzburg

Das Mozarteumorchester Salzburg geht auf den 1841 unter Mithilfe von Mozarts Söhnen Franz Xaver und Karl Thomas sowie seiner Witwe Constanze gegründeten „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ zurück. Seit 1908 trägt der Klangkörper offiziell den Namen „Mozarteumorchester“ – heute zählt er zu den führenden Symphonieorchestern Österreichs. Chefdirigent ist seit 2004 Ivor Bolton.
Seit vielen Jahren wird das Mozarteumorchester für Opernproduktionen im Rahmen der Salzburger Festspiele engagiert (zuletzt für La finta giardiniera, Roméo et Juliette, Armida, Iolanta, Le Rossignol, Das Labyrinth) und spielt auch für das Salzburger Landestheater die Musiktheatervorstellungen.

Einer der wichtigen konzertanten Fixpunkte sind die Mozart-Matineen bei den Salzburger Festspielen. Eigene Konzertreihen sind die Sonntagsmatineen sowie die Donnerstagskonzerte. Dabei steht die Wiener Klassik im künstlerischen Mittelpunkt, dennoch ist die Bandbreite groß, wie etwa die Referenzaufführung von Messiaens Turangalîla-Symphonie 2011 gezeigt hat. Weiters stehen jährlich mehrere Konzerte bei der Salzburger Mozartwoche und für die Salzburger Kulturvereinigung auf dem Programm.

Konzertreisen führten das Orchester in den letzten beiden Saisonen nach Argentinien, Japan, Baden-Baden, Barcelona, Berlin, Bilbao, China, Cuenca, Frankfurt, Köln und Wien.
Das Orchester wurde von Gastdirigenten wie Giovanni Antonini, Marc Minkowski, Yannick Nézet-Séguin, Dmitrij Kitajenko, Andris Nelsons, Robin Ticciati, Mark Wigglesworth und Thomas Dausgaard geleitet. Seit Beginn der Saison 2011/12 vertieft Trevor Pinnock als Erster Gastdirigent seine Zusammenarbeit mit dem Orchester.

Die CD-Veröffentlichungen des Mozarteumorchesters umfassen u.a. zahlreiche Werke Mozarts, Haydns Oratorien Die Jahreszeiten und Die Schöpfung, Berlioz L’Enfance du Christ sowie einen fast abgeschlossenen Zyklus mit den Symphonien Anton Bruckners.

„Die Religion ist wie ein Fluss, der durch viele Länder fließt. Jedes Land gibt diesem Fluss einen anderen Namen und beansprucht diesen womöglich auch noch für sich. Dabei ist der Fluss aber unabhängig von den Ländern und entspringt darüberhinaus auch einer Quelle.“

Diese Beschreibung des Sufi-Meisters Muzaffer Efendi ist nur eine von vielen Metaphern, mit denen im Sufismus darauf verwiesen wird, dass Religion nicht trennen, sondern vereinen soll.

Die Feier der Natur, des Menschen und des Göttlichen, der Höhepunkt eines jeden Sufi-Rituals, steht auch im Zentrum der aus christlicher Feder stammenden Werke der Ouverture spirituelle.

Sei es in Haydns die Entstehung der Welt schildernder Schöpfung zu Beginn, sei es in Bruckners Te Deum zum Abschluss der Ouverture spirituelle, in dem sich Himmel und Erde zum Gotteslob vereinen. Gleichsam ein neues Oratorium, ein instrumentales nämlich, hat Nikolaus Harnoncourt in den drei letzten Symphonien Mozarts entdeckt. Nach seiner intensiven Auseinandersetzung mit diesen Werken ist er überzeugt davon, dass sie aufgrund verschiedener Parameter in geradezu magischer Weise miteinander verbunden sind und in der Tonartenabfolge Es-Dur, g-Moll, C-Dur den Schicksalsweg eines Menschen widerspiegeln: einen Weg von feierlichem Ernst mit dramatischen Konflikten über Hoffnungslosigkeit bis zum geradezu triumphalen Halleluja. (Ronny Dietrich)

Disputationes im Rahmen der Ouverture spirituelle:

Wie in den vergangenen beiden Jahren begleitet das Herbert-Batliner-Europainstitut in Kooperation mit den Salzburger Festspielen die Ouverture spirituelle inhaltlich mit wissenschaftlichen Erörterungen und Diskussionen. Das Konzertprogramm mit dem Schwerpunkt Islam begleitend, werden bei den Disputationes Themen aufgegriffen, die sich mit den Fragen rund um den interkulturellen und interreligiösen Dialog auseinandersetzen.
Die Auftaktveranstaltung findet am 18. Juli 2014 statt. Es folgen drei Gesprächsrunden im Rahmen der Ouverture spirituelle.


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