Konzert

Mozart-Requiem

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Ein maskierter Auftraggeber, der wie ein Bote des Jenseits an Mozarts Türe klopft; ein ausgelaugtes Genie, das auf dem Sterbebett seinem Widersacher die Noten einer Totenmesse diktiert – Miloš Forman hat in seinem Film Amadeus die legendenumrankte Entstehungsgeschichte von Mozarts Requiem in prägnante Bilder gefasst. Die Realität war deutlich prosaischer. Doch unabhängig sowohl vom Mythos um die Entstehung des Werkes als auch von der Tatsache, dass es nach dem Tod des Komponisten im Alter von 36 Jahren von seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr vollendet wurde, ist die anrührende Wahrhaftigkeit seiner musikalischen Sprache in der Auseinandersetzung mit dem Tod. Auch Ferruccio Busoni und Maurice Ravel näherten sich diesem Thema an. Die 1911 von Gustav Mahler in seinem letzten Konzert mit den New Yorker Philharmonikern uraufgeführte Berceuse élégiaque,
laut Untertitel „des Mannes Wiegenlied am Grab seiner Mutter“, ist dem Gedenken an Busonis 1909 verstorbene Mutter Anna gewidmet. Die Suite über das Grabmal François Couperins ist nicht nur Hommage an den barocken Komponisten, sondern auch an sechs von Ravels im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden, denen je ein Abschnitt namentlich gewidmet ist.