Literatur · Diverse Musik · Theater

Morgen muss ich fort von hier


Musik und Texte, die von 1933 bis 1945 verboten waren.

Nach der Machtergreifung der Nazis war die Situation, sowohl für die jüdischen als auch für die Kulturschaffenden, deren Kunst als entartet angesehen wurde, fatal. Sie mussten fluchtartig das Land verlassen und so verstummte hierzulande für viele Jahre ein Gutteil der Musik, die bis dahin den Ton angegeben hatte.

Die Verfolgung von Musik und Musikern traf die leichte und die ernste Richtung, die E- und die U-Musik zwar nicht gleich, doch sie traf beide. Der Exodus bedeutender Musiker und Komponisten hat auf allen Gebieten des deutschen und des „angeschlossenen“ österreichischen Musiklebens empfindliche Lücken gerissen, über die sich auch die Experten der Repression vorher keine genaue Vorstellung verschafft hatten. Im Bereich der musikalischen Moderne fürchtete man die Verluste nicht, man hatte sie gewollt. Die Avantgarde galt als Prototyp des „Entarteten“. In der Unterhaltungsmusik wurden die Einbußen dagegen als bedrückend empfunden.

Dieses Programm gibt einen Querschnitt von der sogenannten „Ernsten“ über die „Unterhaltungs-Musik“ bis hin zur „Negermusik“, die man in dieser Zeit in Deutschland und Österreich nur unter Gefährdung des eigenen Lebens hören konnte.

Cornelius Obonya wird zusammen mit dem Ballaststofforchester Salzburg Musik und Literatur präsentieren, die zwischen 1933 – 1945 von den Nazis verboten war, u. a. von:

Hanns Eisler (Ballade vom Nigger Jim, Lied vom SA-Mann, Ballade v. d. Säckeschmeißern), Kurt Weill (Lieder aus der Dreigroschenoper), Hermann Leopoldi, Friedrich Hollaender, Paul Abraham, und Jazz von Duke Ellington und von dem von den Nazis total verpönten „bolschewistischen Swingjuden“ Benny Goodman!

Zu den Musiknummern kommen meist kurze und prägnante „Statements“ zu Jazz, Homosexualität, Judentum und Operette, Swingtanzen, Judentum und „deutsche Musik“

Die literarischen Texte stammen von Anton Kuh, Erich Kästner und Carl Zuckmayer deren Bücher damals natürlich auch verboten waren.

www.corneliusobonya.com

www.ballaststofforchester.at


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