Klassik

Moravian Philharmonic Orchestra


Olmütz – in dieser schönen mährischen Universitätsstadt, nördlich von Brünn gelegen, wurde 1945 das Mährische Philharmonische Orchester gegründet, hervorgegangen aus dem Mährischen Opernorchester. Internationale Dirigenten wurden auf das neue Orchester aufmerksam und leiteten gerne das Ensemble, das sich den Werken des 19. und 20. Jahrhunderts widmete, insbesondere Gustav Mahler, der 1883 kurzzeitig in Olmütz tätig war. Größen wie Otto Klemperer, Yehudi Menuhin und Václav Neumann leiteten Konzerte mit Solisten von Sviatoslav Richter über Igor Oistrach Gidon Kremer bis zu José Carreras und Agnes Baltsa.

Das Konzert im Brucknerhaus leitet der russische Dirigent Alim Shakh, der am renommierten St. Petersburger Konservatorium studierte und 1994 mit dem St. Petersburger Philharmonischen Orchester debütierte. Er beschäftigt sich neben Klassik und Romantik auch mit zeitgenössischen Werken, der Komponist Boris Tishchenko widmete ihm seine zweite Symphonie, die 2008 in Nowosibirsk uraufgeführt wurde, und meinte, Shakh „kann die Partitur brillant auffassen und enthüllt verschleierte Verbindungen zwischen Rhythmus und Intonation. Seine Interpretationen sind erfüllt von einem tiefen Verständnis für Aussage und Logik des Werkes. Er folgt keinen Klischees, sondern präsentiert die Musik so, wie er sie empfindet. Für einen Komponisten ist es schwierig, einen solchen Dirigenten zu finden.“ Seit 2008 ist Shakh Chefdirigent des Philharmonischen Kammerorchesters Nowosibirsk, ist dem St. Petersburger Konservatorium als Lehrer verbunden, tritt als Gastdirigent im In- und Ausland auf und dirigiert Orchesterkonzerte, Opern und Operetten gleichermaßen.

Als Solist ist der Geiger Pavel Milyukov zu hören, geboren 1984 in Perm im Ural; er studierte am Moskauer Konservatorium, dem ebenso angesehenen Pendant zu St. Petersburg. Als er zum ersten Mal im Brucknerhaus auftrat, galt er noch als Nachwuchskünstler. Jetzt ist er schon renommierter Solist und als Tschaikowsky-Preisträger ein Star auf dem internationalen Parkett. Auf dem Programm steht Camille Saint-Saëns’ 3. Violinkonzert, das 1880 für den großen spanischen Geiger Pablo de Sarasate entstand. Kein Wunder also, dass es mit heißblütigen „Hispanismen“ aufwartet – für jeden Interpreten eine ganz besondere Herausforderung. Milyuov spielt mit Sergej Redkin am 8.3. ein weiteres Konzert im Brucknerhaus.

Programm:

C. Weber: Ouvertüre zur romantischen Oper Oberon
C. C. Saint-Saens: Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 h-Moll op. 61
P. I. Tschaikowsky: Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64


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