Theater

Molières Schule der Frauen



1662 löste die Uraufführung der „Schule der Frauen“ einen handfesten Theaterskandal aus.

„Die Dumme frei’n heißt, nicht der Dumme werden! Frauen mit Geist – das bringt Beschwerden.“ Arnolphe, ein alter, aber reicher Mann, will seine junge, hübsche Pflegetochter Agnès zur Frau nehmen. Er hat sich viele Jahre darauf vorbereitet und eine raffinierte Strategie entwickelt: Aus Angst, eine zu kluge und selbstbewusste Gattin zu ehelichen, erzieht er Agnès zur pflegeleichten Ehefrau. Eingeschlossen wie in einem Kloster soll sie so wenig wie möglich von der Welt und ihren Versuchungen erfahren. Stattdessen unterrichtet er sie in ehepraktischen Fächern wie Handarbeit.

Als der junge Horace auftaucht und Agnès den Hof macht, ist es Liebe auf den ersten Blick, und das wahre Leben wird zur lehrreichsten Schule für alle. Wortreich und mit unterschiedlichsten Winkelzügen versucht der alte Brautwerber den agilen Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen. In der hohen Kunst der Molière’schen Komödie wird die Figur des
paranoiden Alten lustvoll demontiert. Temporeiche Dialoge, viel Witz und Ironie stellen männliche Dominanz und allzu enge Geschlechterklischees auf den Kopf.

Inszenierung
Ruth Brauer-Kvam
Bühne Monika Rovan
Kostüme Ursula Gaisböck
Musik Ingrid Oberkanins

Mit Tobias Artner, Tim
Breyvogel, Philip Leonhard
Kelz, Laura Laufenberg,
Ingrid Oberkanins, Tilman
Rose, Emilia Rupperti,
Michael Scherff

  • Do., 22.10.2020

    19:30
  • Fr., 13.11.2020

    19:30
  • Di., 17.11.2020

    19:30
  • Mi., 18.11.2020

    19:30
  • Do., 31.12.2020

    16:00
  • Do., 31.12.2020

    20:00
  • Sa., 30.01.2021

    19:30