Literatur · Theater

Klaus Maria Brandauer liest Moby Dick



Klaus Maria Brandauer hat sich bereits seit längerem intensiv mit Moby Dick auseinandergesetzt. Der Schauspieler stellt den ebenso überwältigenden wie rätselhaften Jahrhundertroman in einer eigenen Lesefassung vor.

Die Geschichte von Moby Dick – erzählt vom einzigen Überlebenden eines Walfänger-Schiffes, dem Matrosen Ishmael – ist eine Herausforderung, ein Abenteuer, eine große Reise in die raue Welt der Walfänger und eine Hymne an die Magie des Meeres. Klaus Maria Brandauer bringt das Meisterwerk des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville in einer szenischen Lesung auf die Bühne. Der Pianist Arno Waschk umrahmt die Erzählung mit Musik von Richard Wagner, Isaac Albéniz, Franz Liszt u.a.

1851 erschienen, ist Herman Melvilles packende Erzählung von dem von Rache besessenen Kapitän Ahab und seiner Jagd auf den dämonischen weißen Wal, der ihm einst ein Bein abgerissen hatte, weit mehr als eine zeittypische Schauergeschichte. Für Klaus Maria Brandauer kann das höchst komplexe Werk, das in virtuoser Sprachkunst biblische Motive mit dem Kosmos Shakespeares verbindet, ebenso verstanden werden „als eine Andacht der unheimlichen Schönheit unserer Existenz“.