Theater

Mittsommernachtsexkomödie


Das Stadttheater Mödling zeigt die mitreißende „Mittsommernachtsexkomödie“ von Woody Allen.

Auf Grund von Erkrankung der Hauptdarstellerin wird die Produktion „Fettes Schwein“ von Neil LaBute auf die Saison 18/19 verschoben.

„Der Mensch besteht aus zwei Teilen – seinem Gehirn und seinem Körper. Aber der Körper hat mehr Spaß.“

Adriana und Andrew erwarten in ihrem Häuschen am Walde alte Freunde, sind in ihrer Vorfreude aber durch ein Problem abgelenkt. Tote Hose im Bett, null Sex. Die Ehefrau reagiert mit Kopfschmerzen auf die eher schwachen Verführungsversuche ihres Gatten. Seinen Kick sucht der trottelig-liebenswürdige Mann in selbstgebastelten Erfindungen und nicht in erotischen Eroberungen: “ Weil ich keinen Sex mehr hab, kann ich jetzt fliegen.“

Aber als Ariel als die Verlobte von Leopold in der Landidylle auftaucht, wird eine vor Jahren verpatzte erotische Erinnerung wach. Und bei all seinen Bemühungen, ein guter Gastgeber für die jetzt anreisenden übrigen Freunde zu sein, plagt ihn seine testosterongesteuerte Fantasie. Und auch bei Maxwell, dem bindungsgebremsten Macho, schnellt das erotische Barometer hoch – er kann Ariel so gut riechen. Die aber, offenbar im Zustand geistiger Selbstbeherrschtheit, wird schon morgen Leopold heiraten. Aber auch Leopold, den in die Jahre gekommenen, abgeklärten Professor, plagen sehr bald Altherrenfantasien: Ausgerechnet auf Dulcy, die jüngste der Frauen, richtet sich sein Begehren: „Ich glaube, dass sie eine Affäre vertragen könnte.“

Die männlichen Konkurrenten belauern einander, die Frauen heben eifersüchtig die Nasen in den zaubrischen Waldwind. Jeder will behalten, was er hat, aber begehrt, was ihm die gesellschaftliche Moral verwehrt. Doch die erotischen Begierden sind unter der bürgerlichen Zivilisationsschicht nur notdürftig kaschiert. Woody Allen führt Begierden wie Bürger auf das Unterhaltsamste vor, seine erfolgreiche Filmvorlage schrieb er inspiriert von William Shakespeares Sommernachtstraum.

Inszenierung: Marcus Ganser
Raum: Marcus Ganser/ Martin Gesslbauer
Kostüm: Alexandra Fitzinger

Es spielen:
Eszter Hollósi, Monika Pallua, Selina Ströbele, Peter Faerber, Marcus Ganser, Alexander Rossi


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