Literatur

Mimikry – Der große Literaturschwindel


Was zeichnet den Stil von Günter Grass aus? Wie beginnt Jane Austens Stolz und Vorurteil? Kann man wie Rainald Goetz schreiben? Und würden Sie den Unterschied zwischen Original und Fälschung erkennen? Ein Salonspiel, ein Täuschungsmanöver und ein Zeitvertreib: MIMIKRY – Das Spiel des Lesens (Blumenbar, 2016) versammelt 101 Schriftsteller/innen, Journalist/inn/en und Künstler/innen zur Literatur-Fälscherei: Wer einen Romananfang am glaubwürdigsten imitiert, eine markante literarische Stimme am besten trifft, gewinnt. So entstanden täuschend echte aber frei erfundene Anverwandlungen an 80 Romananfänge: von der Weltliteratur bis zum aktuellen Bestseller, vom Lieblingsbuch bis zur verhassten Schullektüre. MIMIKRY versammelt die Ergebnisse dieses sozialliterarischen Experiments.
Zur Buchpremiere dieses Kompendiums der literarischen Bildung und Hochstapelei laden der (neben Holm Friebe) Mitherausgeber Philipp Albers und Cornelius Reiber das Publikum im Saal und das Expertenteam auf der Bühne – Autor und Witzezeichner Tex Rubinowitz und die deutsche Medien- und Kulturwissenschaftlerin Hanna Engelmeier – zum Mitraten. Zu gewinnen gibt es neben Ruhm und Ehre auch ein Exemplar von MIMIKRY – Das Spiel des Lesens.

Philipp Albers, geb. 1974, studierte Amerikanistik, Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin und Durham, North Carolina. Gemeinsam mit Holm Friebe betreibt er die Zentrale Intelligenz Agentur (ZIA), ein Freiberuflernetzwerk, das an den Schnittstellen von Journalismus, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst operiert. Außerdem arbeitet er als freier Journalist, u.a. für Deutschlandradio Kultur. Von 2004 bis 2008 war er als Program Director an der American Academy in Berlin tätig.
Cornelius Reiber ist Kulturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Germanistik an der Freien Universität Berlin. Von 2006 bis 2011 arbeitete er an der Universität Princeton. Er ist darüber hinaus Agent der Zentralen Intelligenz Agentur und war zusammen mit Ulrike Sterblich Gastgeber der Bühnenshow Berlin Bunny Lectures. Zu seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gehört Original-Ton. Zur Mediengeschichte des O-Tons (2007).
Hanna Engelmeier, geb. 1983 in Münster, studierte Philosophie, Politik- und Kommunikations- und Kulturwissenschaft in Münster und Berlin, sie ist derzeit Research Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaft in Wien und ab Juli 2016 Postdoktorandin am Kolleg „Schreibszene Frankfurt. Poetik, Publizistik und Performanz von Gegenwartsliteratur“. Sie veröffentlichte literarische Texte und Essays in den manuskripten und Merkur und journalistische Arbeiten und Rezensionen u. a. in der ZEIT, der tageszeitung und dem SZ Magazin.
Tex Rubinowitz, geb. 1961 in Hannover, lebt seit 1984 als Witzezeichner, Maler, Musiker und Schriftsteller in Wien. 2014 erhielt er den Bachmann-Preis, 2015 veröffentlichte er den Roman Irma bei Rowohlt.


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